Datenklau Middelberg: "Jeder muss seine Daten sichern - so wie seine Haustür"

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Nach dem großangelegten Datenklau werden die ersten Lehren gezogen. Symbolfoto: Silas Stein/dpaNach dem großangelegten Datenklau werden die ersten Lehren gezogen. Symbolfoto: Silas Stein/dpa

Osnabrück. Nach dem großangelegten Datenklau werden die ersten Lehren gezogen. Der Unions-Innenexperte Mathias Middelberg fordert die Bundestagsabgeordneten zu mehr Vorsicht auf.

Middelberg sagte unserer Redaktion: "Aus dem Fall müssen wir die Lehre ziehen, dass jeder von uns zunächst selbst seine Daten sichern muss - so wie die eigene Haustür." Der Innenexperte fügte hinzu: "Wer seine Haustür offen lässt, darf sich später nicht beklagen, dass die Polizei am Einbruch Schuld sei." 

Schutz durch den Staat

Middelberg griff die Forderung der Grünen nach einer Cyberpolizei auf. Bislang hätten Grüne und Linke immer dagegen gestimmt, wenn es etwa darum ging, Kompetenzen der Sicherheitsbehörden zu erweitern oder Ermittlern im Netz bessere Möglichkeiten zu geben, etwa bei Speicherfristen, Online-Durchsuchungen oder verdeckten Ermittlungen im Darknet. 

Unions-Innenpolitiker Mathias Middelberg. Fotofraf: Hermann Pentermann

Der CDU-Politiker sagte: "Der aktuelle Fall zeigt, dass die wahre Bedrohung für den Datenschutz nicht, wie Grüne und Linke immer wieder vortragen, vom Staat ausgeht, sondern von Kriminellen." Datenschutz heiße deshalb nicht Schutz gegen den Staat, "sondern Schutz durch einen Staat mit starken und handlungsfähigen Sicherheitsbehörden."

Festplatte 32 Mal gelöscht

Bei der Sondersitzung des Innenausschusses war am Donnerstag bekannt geworden, dass der junge Hacker sich nach der illegalen Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Prominenten große Mühe gegeben hatte, seine Spuren zu verwischen. Demnach löschte der 20-jährige Schüler aus dem hessischen Homberg (Ohm) seine Festplatte 32 Mal.Er war am Montag festgenommen worden und hatte die Tat gestanden.  Er habe Menschen „bloßstellen“ wollen, über deren öffentliche Äußerungen er sich geärgert habe, sagte er in seiner Vernehmung.




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