Nach Attacke auf AfD-Politiker Staatsanwaltschaft prüft Bekennerschreiben im Fall Magnitz

Nach dem Überfall auf den AfD-Politiker Magnitz prüft die Staatsanwaltschaft Bremen ein Bekennerschreiben einer Antifa-Gruppe. Foto: Peter Hartenfelser/ImagoNach dem Überfall auf den AfD-Politiker Magnitz prüft die Staatsanwaltschaft Bremen ein Bekennerschreiben einer Antifa-Gruppe. Foto: Peter Hartenfelser/Imago

Osnabrück. Nach dem Überfall auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz ist ein Bekennerschreiben einer Antifa-Gruppe aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft Bremen untersucht derzeit die Echtheit dieses Schreibens. Sicherheitskreise haben erhebliche Zweifel an dessen Authentizität.

Behördensprecher Frank Passade sagte auf Anfrage unserer Redaktion: „Wir prüfen, ob das Schreiben authentisch ist.“ Die Prüfung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, sagte er am Nachmittag. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, gibt es erhebliche Zweifel an der Authentizität der Botschaft, die auf einer offen zugänglichen Seite gepostet und inzwischen wieder gelöscht wurde. 

Vorwürfe gegen AfD-Politiker 

Die Gruppe mit dem Namen „Antifaschistischer Frühling Bremen“ hatte das Schreiben am Mittwochabend auf die linksradikale Internetplattform „Indymedia“ eingestellt. Darin bekennt sich die Gruppe zu dem Übergriff und schreibt, mit der Aktion habe sie Magnitz von „seinem faschistischen Gedankengut befreien wollen“. Dem AfD-Politiker wird unterstellt, „gute Kontakte in die rechtsextreme und faschistische Szene“ zu halten. Weiter hießt es. „Magnitz … darf in Bremen und anderswo keinen Fuß mehr fassen und gehört wie jeder andere Nazi mundtot gemacht.“

Täter bisher nicht identifiziert

Ob das Schreiben von den drei Tätern stammt, die den 66-jährigen Magnitz am Montag angegriffen und schwer verletzt hatten, ist noch unklar. Die Täter konnten bisher noch nicht identifiziert werden. 

Wer hinter der Antifa-Gruppe steckt und ob es sie wirklich gibt, ist nach Worten des Sprechers der Staatsanwaltschaft bisher unklar. Passade sagte unserer Redaktion: „Der Name der Gruppe ist bisher hier so nicht bekannt.“ 


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