Streikendes Sicherheitspersonal Linkspartei fordert Verstaatlichung von Flughafen-Kontrollen

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"Sicherheit darf nicht Gewinnstreben privater Dienstleister untergeordnet werden" - Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte
Foto: Michael Gründel"Sicherheit darf nicht Gewinnstreben privater Dienstleister untergeordnet werden" - Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte Foto: Michael Gründel

Berlin. Wegen Warnstreiks des Sicherheitspersonals müssen sich Reisende am Donnerstag auf Ausfälle an den Flughäfen in NRW und Stuttgart einstellen. Die Linkspartei fordert angesichts des Tarifkonfliktes eine sofortige Verstaatlichung der Dienste.

"Die Privatisierung der Sicherheitskontrollen muss so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden. Das neoliberale 'Privat vor Staat' bedeutet an den Flughäfen vor allem 'Profit vor Sicherheit'", sagte Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte unserer Redaktion. "Die öffentliche Sicherheit darf nicht dem Gewinnstreben privater Sicherheitsdienstleister untergeordnet werden, erst recht nicht in einem sensiblen Bereich wie der Terrorabwehr an Flughäfen." 

Die Kontrollen müssten entweder von der Bundespolizei oder durch eine neu zu gründende Anstalt öffentlichen Rechts übernommen werden, wie es Polizeigewerkschaften fordern, sagte Korte. Im Tarifkonflikt stellte sich der Linken-Politiker auf die Seite des Personals: "Die Beschäftigten an den Sicherheitskontrollen der Flughäfen fordern zu Recht mehr Geld für eine verantwortungsvolle Tätigkeit, von deren Qualität unsere Sicherheit abhängt."

Nach Warnstreiks am Montag in Berlin hat Verdi für morgigen Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen an den Flughäfen in NRW und in Stuttgart aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert einen Stundenlohn von bundesweit 20 Euro. Der Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) hatte bis zum Mittwoch kein verbessertes Angebot vorgelegt.


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