Container-Havarie Bundesregierung setzt international auf Peilsender bei Gefahrgut

Die Trümmer von Frachtcontainern werden von einem Strand entfernt, nachdem zahlreiche Schiffscontainer des Riesenfrachters «MSC Zoe» auf See in einem Sturm verloren gingen. Foto: Marjet Van Veelen/AP/dpaDie Trümmer von Frachtcontainern werden von einem Strand entfernt, nachdem zahlreiche Schiffscontainer des Riesenfrachters «MSC Zoe» auf See in einem Sturm verloren gingen. Foto: Marjet Van Veelen/AP/dpa

Osnabrück. Nach der Container-Havarie in der Nordsee setzt sich die Bundesregierung aktiv dafür ein, dass es bei Gefahrgut-Containern zu einer Einigung für den Einsatz von Peilsendern auf internationaler Ebene kommt. Nationale Alleingänge machen nach Ansicht des Maritimen Koordinators keinen Sinn.

Der Koordinator der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft hält die verpflichtende Ausstattung von Containern mit Peilsendern allein auf nationaler Ebene für nicht zielführend. Norbert Brackmann (CDU) kündigte anlässlich der Havarie der „MSE Zoe“ gegenüber unserer Redaktion an: „Eine solche Verpflichtung kann nur sinnvoll im Rahmen der international geltenden Regularien eingeführt werden. Als Bundesregierung setzen wir uns aktiv dafür ein, dass es zu einer Einigung für den Einsatz von Peilsendern auf internationaler Ebene kommt“. Gerade bei Gefahrgutcontainern sei es wichtig, „dass sie schnellstmöglich geborgen werden, damit der Inhalt nicht ins Meer abgegeben wird. Je schneller die Container auffindbar sind, umso besser“, betonte Brackmann. 

Nach Angaben des Maritimen Koordinators debattiert die Internationale Maritime Organisation (IMO) über das Thema verpflichtende Peilsender schon seit einiger Zeit. „Bei über 170 Mitgliedsstaaten ist das allerdings ein Prozess, der durchaus einige Jahre in Anspruch nehmen kann“, dämpfte Brackmann allzu hohen Erwartungen.

Ob und wenn ja welche Konsequenzen Deutschland aus dem Fall des Container-Unglücks auf der „MSC Zoe“ ziehen wird, ist nach Ansicht des Maritimen Koordinators der Bundesregierung noch offen: „Zunächst einmal müssen die genauen Gründe für die Havarie erkundet werden. Daran arbeitet das Havariekommando in Cuxhaven“, machte Brackmann klar.


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