Spenden und staatliche Zuwendungen Bericht: Bundesregierung will Geld für Moscheen kontrollieren

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Schätzungen der Bundesregierung zufolge gibt es in Deutschland rund 2600 Moscheevereine. Foto: dpa/Silas SteinSchätzungen der Bundesregierung zufolge gibt es in Deutschland rund 2600 Moscheevereine. Foto: dpa/Silas Stein

Berlin. Unter anderem Saudi-Arabien, Kuwait und Katar müssen es laut Medienberichten in Zukunft zunächst dem Auswärtigen Amt melden, sollten Spenden oder staatliche Zuwendungen religiösen Einrichtungen in Deutschland zugutekommen.

Die Bundesregierung will die Finanzierung radikaler Moschee-Gemeinden durch die Golfstaaten unterbinden. Das geht aus einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hervor. 

Demnach müssen unter anderem Saudi-Arabien, Kuwait und Katar es in Zukunft zunächst dem Auswärtigen Amt melden müssten, sollten Spenden oder staatliche Zuwendungen religiösen Einrichtungen in Deutschland zugutekommen. 

Mit Unterstützung von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst (BND) sowie Kanzleramt, Innen- und Finanzministerium sollten dann die Absender und Empfänger überprüft werden. Vor allem Kuwait bemühe sich bereits um mehr Transparenz, andere Staaten zeigten sich laut Bericht zurückhaltender.

Seehofer will "ausländische Einflussnahme" beenden

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte bereits vor der Islamkonferenz im November erklärt, dass die "ausländische Einflussnahme" beendet werden müsse, zudem hatte die Berliner Moschee-Gründerin Seyran Ates sich vor wenigen Tagen für eine "Moscheesteuer" ausgesprochen. 

Weiterlesen: Moscheen in Deutschland: Durch Steuern zu mehr Eigenständigkeit?

Bereits im Herbst 2015 hatte die Arbeitsgruppe "Transnationale Aspekte" des Terrorismus-Abwehrzentrums in Berlin entschieden, "salafistische Missionierungsaktivitäten aus den arabischen Golfstaaten" verstärkt zu überwachen. Vor allem Saudi-Arabien soll Milliarden ausgegeben haben, um für die Verbreitung einer fundamentalistischen Auslegung des Islam zu werben. Durch die künftige Prüfung solle möglichst unterbunden werden, dass vom Golf eingereiste Flüchtlinge radikalisiert werden könnten. 


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