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Zwischenstopp in Ramstein Trump besucht US-Soldaten im Irak und danach in Deutschland

Von dpa

US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein. Foto: dpa/Andrew HarnikUS-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein. Foto: dpa/Andrew Harnik

Washington. Am 2. Weihnachtstag bekamen die US-Truppen im Irak Besuch vom US-Präsidentenpaar. Donald Trump verteidigte dabei den Truppenabzug aus Syrien. Später landeten er und Melania noch in Deutschland.

Auf dem Rückflug von seinem überraschenden Truppenbesuch im Irak hat US-Präsident Donald Trump einen Zwischenstopp in Ramstein eingelegt. Die Air Force One landete am frühen Donnerstagmorgen auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Rheinland-Pfalz, teilte das Weiße Haus mit.

Nach einem ersten Gespräch mit Offizieren an Bord der Air Force One begab sich Trump zusammen mit First Lady Melania in einen Hangar, wo bereits zahlreiche amerikanische Soldaten auf sie warteten. "Hallo, Leute", grüßte der Präsident und schüttelte zahlreiche Hände, wie das Weiße Haus mitteilte. Anschließend Posierten Trump und seine Frau für Fotos und Selfies mit den Truppen.

Stunden zuvor hatte das Präsidenten-Ehepaar zu Weihnachten überraschend US-Soldaten im Irak besucht. Das teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch via Twitter mit. Der Präsident und die First Lady seien in den Irak gereist, um die Truppen zu besuchen, den Soldaten für ihren Einsatz zu danken und ihnen frohe Weihnachten zu wünschen, schrieb Sanders. Sie veröffentlichte dazu ein Foto von Trump und seiner Frau gemeinsam mit Soldaten. Für den Präsidenten ist es in seiner Amtszeit der erste Besuch bei Kampftruppen im Ausland überhaupt. (Weiterlesen: Zehn falsche Aussagen pro Tag: Donald Trump, der Lügenbaron)

In den vergangenen Monaten war der Druck auf Trump gestiegen, Truppen im Kampfgebiet einen Besuch abzustatten. Aus Sicherheitsgründen werden solche Trips nie vorher öffentlich angekündigt. Details zum genauen Zeitpunkt seiner Ankunft und zur Dauer seiner Visite waren zunächst nicht bekannt.  

Trumps Besuch fällt in eine Zeit größtmöglicher Turbulenzen im US-Verteidigungsministerium. Der Pentagon-Chef James Mattis hatte vor wenigen Tagen seinen Rücktritt angekündigt – wegen grundlegender inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit Trump. Der Präsident hatte kurz zuvor verkündet, alle US-Soldaten aus Syrien abzuziehen. Er begründete diesen Schritt damit, dass die Terrororganisation IS komplett besiegt sei.

Bei seinem überraschenden Truppenbesuch verteidigte Trump den angekündigten und international heftig umstrittenen Abzug aller amerikanischen Soldaten aus Syrien. "Die Vereinigten Staaten können nicht weiter der Weltpolizist sein", begründete Trump den Schritt nach Angaben von mitreisenden Journalisten am Mittwoch bei dem Truppenbesuch auf einer Militärbasis westlich von Bagdad.

"Wir möchten nicht mehr von Ländern ausgenutzt werden, die uns und unser unglaubliches Militär nutzen, um sich zu schützen. Sie zahlen nicht dafür!", betonte der Präsident. Es sei nicht fair, wenn allein die Vereinigten Staaten diese Last trügen.

Trump: "Ehrlich gesagt, es ist lächerlich"

Mit Blick auf die zahlreichen US-Militäreinsätze in der Welt sagte Trump: "Wir sind auf der ganzen Welt verteilt. Wir sind in Ländern, von denen die meisten Menschen noch nicht einmal gehört haben. Ehrlich gesagt, es ist lächerlich." 

Auch in Afghanistan will Trump die Truppenstärke stark reduzieren – Medienberichten zufolge will er die Hälfte der Soldaten dort abziehen. Diese Entscheidung stieß ebenfalls auf viel Kritik. Trump entschied sich mit dem Irak nun für einen Truppenbesuch in einem anderen Krisengebiet.

Seine Visite fällt auch in eine Phase anderer innenpolitischer Turbulenzen. Wegen eines erbitterten Streits mit den oppositionellen Demokraten über den Haushalt und die Grenzsicherung zu Mexiko stehen seit Tagen die Regierungsgeschäfte in den USA teilweise still. 


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