Folter, Geiselnahme und Tötung Nordkorea soll 500 Millionen Dollar an Familie von Otto Warmbier zahlen

Von dpa

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Fred Warmbier, rechts, und Cindy Warmbier, Eltern von Otto Warmbier, sollen eine Entschädigung für die Tötung ihres Sohnes erhalten. Foto: dpa/Frank Franklin li/APFred Warmbier, rechts, und Cindy Warmbier, Eltern von Otto Warmbier, sollen eine Entschädigung für die Tötung ihres Sohnes erhalten. Foto: dpa/Frank Franklin li/AP

Washington. Wegen des Todes des Studenten Otto Warmbier hat eine US-Richterin Nordkorea zur Zahlung von mehr als 500 Millionen Dollar (440 Millionen Euro) verurteilt.

Nordkorea soll wegen des Todes des Amerikaners Otto Warmbier mehr als 500 Millionen Dollar (rund 438 Millionen Euro) an die Familie des gestorbenen Studenten zahlen. Das entschied ein US-Bundesgericht am Montag in Washington. Nordkorea sei verantwortlich für die Folter, Geiselnahme und Tötung des jungen Mannes und für die Verletzungen, die Warmbiers Familie dadurch erlitten habe, hieß es zur Begründung.

Otto Warmbier in nordkoreanischer Haft. Foto: imago/Kyodo News

Das "totalitäre" Regime in Pjöngjang habe bei seinen "weltweiten Betrügereien und seiner Konfrontation mit den USA" Warmbier als "Faustpfand" missbraucht.

Anfang 2016 war der damals 21-jährige Otto Warmbier nach einer Gruppenreise in dem Land bei der Ausreise festgenommen und wegen "feindlicher Handlungen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA im Juni 2017 starb er - er hatte damals bereits 15 Monate im Koma gelegen.

Warmbiers Familie hatte Nordkorea wegen "brutaler Folter und Mord" verklagt. Sie warfen dem nordkoreanischen Regime von Diktator Kim Jong Un vor, es habe Otto Warmbier als Geisel genommen, als politischen Gefangenen gehalten und brutal misshandelt. 


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