Nach Anti-AfD-Plakat Missglückte Revanche: Pepsi prüft rechtliche Schritte gegen die AfD

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Alexander Gauland muss sich womöglich auf Post vom Anwalt einstellen. Foto: imago/deanpictures/Soeren StacheAlexander Gauland muss sich womöglich auf Post vom Anwalt einstellen. Foto: imago/deanpictures/Soeren Stache

Hamburg. Coca-Cola sympathisierte mit einem Anti-AfD-Plakat. Die Partei kontert, hat die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht.

Diese Revanche ging mal ordentlich nach hinten los: Nachdem ein vermeintliches Coca-Cola-Plakat sich gegen die AfD richtete, holte die Partei zum Gegenschlag aus und stellte ihrerseits ein Plakat auf, das so aussehen sollte, als sei es vom größten Cola-Konkurrenten Pepsi errichtet worden – doch Pepsi gefällt das gar nicht und erwägt nun sogar rechtliche Schritte gegen die AfD.

Lesen Sie dazu: Wirbt Coca-Cola mit einem Anti-AfD-Plakat?

Kurz nachdem das Anti-AfD-Plakat in den sozialen Medien auftauchte, war klar, dass die Aktion nicht von Coca-Cola selbst kam. Die Initiatoren kommen tatsächlich von "AfDventskalender". Allerdings sympathisierte sich Coca-Cola Deutschland mit der Kampagne und teilte die Aktion mit den Worten: "Nicht jedes Fake muss falsch sein". 

Die AfD Berlin griff das Wortspiel auf und veröffentlichte ihre Gegenaktion mit denselben Worten über ihr Twitter-Profil. Es dauerte allerdings nicht lange, bis sich Pepsi von der Aktion distanzierte und sogar mit dem Anwalt drohte. Das könnte auch der Grund sein, weshalb der Tweet zwar noch existiert, aber das dazugehörige Bild fehlt. So sah die Aktion aus: 

Das sollte die Antwort der AfD auf die vermeintliche Anti-AfD-Aktion von Coca-Cola sein. Screenshot/Twitter/AfD

Pepsi reagierte über einen Facebook-Kommentar, als ein Nutzer androhte, nie wieder Pepsi trinken zu wollen, wenn das Unternehmen tatsächlich hinter der Pro-AfD-Aktion stünde, so wie es die AfD glauben machen wollte. Doch bei einer Distanzierung allein blieb es nicht: So wolle Pepsi "rechtliche Schritte gegen die Urheber wegen Verletzung unserer Markenrechte" prüfen. 

Ein Pepsi-Sprecherin bestätigt gegenüber der Stuttgarter-Zeitung derweil, dass die Pepsi-Rechtsabteilung sich aus gegebenem Anlass auch mit anderen Fällen von Urheberrechtsverletzungen beschäftige, die die Getränkemarke mit der AfD in Verbindung bringe.

Die Initiatoren von "AfDventskalender" können sich mit ihrer Schadenfreude ebenfalls nicht zurückhalten und legen noch mal nach: "Das wird teuer."




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