Bald amerikanische Verhältnisse? Die Deutschen rüsten weiter auf: Zahl der Kleinen Waffenscheine steigt weiter

Von dpa

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In Deutschland gibt es immer mehr Kleine Waffenscheine. Foto: dpa/Oliver KilligIn Deutschland gibt es immer mehr Kleine Waffenscheine. Foto: dpa/Oliver Killig

Berlin. Es gibt immer mehr Kleine Waffenscheine in Deutschland. Experten warnen vor "amerikanischen Verhältnissen".

Die Zahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland ist laut einem Medienbericht weiter gestiegen. Dieser Waffenschein berechtigt zum verdeckten Tragen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Laut einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND/Freitag) bei den Innenministerien der 16 Bundesländer waren Ende Oktober 2018 insgesamt 599.940 Kleine Waffenscheine registriert. Das sei ein Anstieg um rund 130 Prozent seit 2014, als es demnach noch 261.332 solche Erlaubnisse gab.

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Damit zeigt der Trend auch in diesem Jahr bislang nach oben: Ende 2017 lag die Zahl der gespeicherten Kleinen Waffenscheine im Nationalen Waffenregister noch bei 557.560, wie Anfang des Jahres aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervorging. Als möglicher Grund für das gestiegene Interesse an den Berechtigungen war in den vergangenen Jahren immer wieder Verunsicherung etwa durch Terroranschläge genannt worden.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, reagierte besorgt: "Wir müssen aufpassen, dass wir in Deutschland keine amerikanischen Verhältnisse bekommen", sagte er dem RND. "Es besteht die Gefahr, dass Waffen nicht ordnungsgemäß eingesetzt werden und ihre Inhaber sich selbst gefährden." Die innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, warnte: "Mehr private Waffen schaffen nicht mehr Sicherheit  im Gegenteil: Sie haben das Potenzial, Konflikte in Gewalt eskalieren zu lassen." 


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