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04.12.2018, 18:54 Uhr KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

So schlägt das Herz der Zukunft

Von Uwe Westdörp


Was kann Künstliche Intelligenz? : Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister  Peter Altmaier sehen sich auf dem Digital-Gipfel der Bundesregeirung in Nürnberg einen „Digitalen Zwilling des Herzens“ an, der unter anderem den Verlauf von Behandlungen simuliert. Foto: Daniel Karmann/dpaWas kann Künstliche Intelligenz? : Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Peter Altmaier sehen sich auf dem Digital-Gipfel der Bundesregeirung in Nürnberg einen „Digitalen Zwilling des Herzens“ an, der unter anderem den Verlauf von Behandlungen simuliert. Foto: Daniel Karmann/dpa

Osnabrück. Bundeskanzlerin Angela Merkel verlangt, bei der Digitalisierung die soziale Marktwirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist eine wichtige Position, denn die Zukunft der Arbeit wirft eine Menge Fragen auf. Ein Kommentar.

Was wird aus meinem Job? Werde ich den künftigen Anforderungen gewachsen sein? Oder übernimmt am Ende der Roboter meine Arbeit? Die rasant fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt wirft schon seit Jahren viele Fragen auf. Und nun rückt auch noch die Künstliche Intelligenz in den Fokus. Selbstlernende Computer und Maschinen übernehmen massenhaft Aufgaben in der Wissenschaft, in der Medizin, in den Dienstleistungen und nicht zuletzt auch in der Industrie. Doch Grund zur Panik besteht weiterhin nicht – wenn denn die Weichen richtig gestellt werden.

Wirtschaft und Politik stehen vor der Herausforderung, die Transformation nicht einfach geschehen zu lassen, sondern zu gestalten. Am wichtigsten sind dabei Bildung und Weiterbildung, um die Beschäftigten fit zu machen für die Zukunft. Denn eines ist klar: Alles, was sich digitalisieren lässt, wird auch digitalisiert werden. Niemand kann sich dem entziehen. Da hat Angela Merkel völlig recht.

Immerhin: Die Begleitumstände sind glücklich. Denn es herrscht Rekordbeschäftigung in Deutschland. Das dämpft Ängste. Und es bleibt Zeit, neue Berufsbilder zu entwickeln.

Unverkennbar ist aber auch, dass Deutschland und Europa bei der Künstlichen Intelligenz den Vorreitern China und USA hinterherlaufen. Die Bundesregierung hat das erkannt und stellt drei Milliarden Euro Fördergelder zur Verfügung. Das klingt nach viel, ist es aber nicht, geht es doch um ein überaus ehrgeiziges Ziel: Wohlstand für alle.


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