Gesundheitsminister warnt Spahn zu Gen-Babys: Der Mensch soll nicht Gott spielen

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Das CRISPR/Cas9-Verfahren wird auch in Deutschland getestet. Der Einsatz in der menschlichen Keimbahn ist allerdings verboten. Foto: dpaDas CRISPR/Cas9-Verfahren wird auch in Deutschland getestet. Der Einsatz in der menschlichen Keimbahn ist allerdings verboten. Foto: dpa

Osnabrück. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat auf die Geburt zweier mutmaßlich genveränderter Babys in China mit großer Sorge reagiert.

„Der Mensch soll nicht Gott spielen. So etwas ist mit unseren Werten nicht vereinbar. Punkt“, sagte Spahn unserer Redaktion. Dieses „Experiment am menschlichen Erbgut“ sei ein Weckruf für Europa. Den Chinesen dürfe nicht das Feld überlassen werden. 

Spahn forderte die Europäer dazu auf, massiv in Forschung und Entwicklung zu investieren. „Nur wenn Europa selbst spitze ist, kann es Maßstäbe für die Welt setzen, die unseren Werten entsprechen“, erklärte der Minister. Es gehe darum, „dem Tun der Chinesen eine ethische Forschung entgegen zu setzen, die auf Basis unserer Werte dieselben oder bessere Ergebnisse erzielt“. Mit Blick auf die mutmaßlich genveränderten Babys in China sagte der CDU-Politiker: „Ich hoffe sehr, dass den beiden Kindern kein Leid durch eventuelle Spätfolgen geschieht.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat mit großer Sorge auf das „Experiment am menschlichen Erbgut“ in China reagiert. Foto:dpa



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