Europawahlen 2019 Ska Keller und Sven Giegold sind das grüne Spitzenduo

Von dpa

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Die Bundesvorsitzenden Robert Habeck (r,) und Annalena Baerbock (l.) beglückwünschen die frisch gekürten Kandidaten für die Europawahl, Ska Keller (Listenplatz 1) und Sven Giegold (Listenplatz 2). Foto: dpa/Jan WoitasDie Bundesvorsitzenden Robert Habeck (r,) und Annalena Baerbock (l.) beglückwünschen die frisch gekürten Kandidaten für die Europawahl, Ska Keller (Listenplatz 1) und Sven Giegold (Listenplatz 2). Foto: dpa/Jan Woitas

Leipzig. Die Grünen stellen sich bei ihrem Parteitag in Leipzig für die Europawahl 2019 auf. Das Spitzenduo bilden die Europaabgeordnete Ska Keller und EU-Parlamentssprecher Sven Giegold.

Die Grünen haben Ska Keller und Sven Giegold zu ihrem Spitzenduo für die Europawahl im Mai 2019 gewählt. Die 36-jährige Keller erhielt auf einem Parteitag am Samstag in Leipzig 87,6 Prozent der Stimmen, auf Giegold (48) entfielen sogar 97,9 Prozent.

Die Europaabgeordnete Keller rief in ihrer Bewerbungsrede vor den rund 800 Delegierten zu einem entschlossenen Kampf gegen Rechtspopulisten auf. "Wir werden es niemals zulassen, dass Europa in ihre Hände fällt", sagte sie. Das Europa der Demokratie und der Menschenrechte sei bedroht. Der nächsten Generation könne man zudem nicht sagen, dass die Politik nicht dazu gekommen sei, den Klimawandel aufzuhalten. "Wir haben nur diesen einen Planeten."

Die deutschen Grünen haben Keller auch als Spitzenkandidatin für die europäischen Grünen nominiert. Sie hat gute Chancen, in zwei Wochen in Berlin gewählt zu werden.

Einsatz gegen riskante Chemieprodukte

Giegold, der Sprecher der deutschen Grünen im EU-Parlament, wandte sich strikt gegen EU-Skepsis: "Deutschland ist nicht Opfer, sondern immer Gewinner der europäischen Einigung." Der Finanzexperte versicherte zudem: "Ich werde nicht Ruhe geben, bevor nicht Steuern da bezahlt werden, wo sie erwirtschaftet wurden."

Mit persönlicher Note rief er zum Einsatz gegen riskante Chemieprodukte auf: "Mein kleiner Sohn hat Kreidezähne." Das ist eine Störung der Schmelzbildung der Zähne. Zahnärzte sagten, Bisphenol A sei könne die Ursache sein, so Giegold. Bisphenol A steckt unter anderem als Weichmacher in Plastik. "Chemikalien müssen aus dem Alltag heraus", forderte Giegold. "Das sind wir Grüne der Gesundheit und auch der zukunftsfähigen Chemie schuldig." Das sei er auch seinem Sohn schuldig. 


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