NRW will Entscheidung erzwingen Trotz Fortschritt: Wird das Kükentöten doch noch verboten?

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Ein Hühnerküken schlüpft.  Foto: imago/Melanie BauerEin Hühnerküken schlüpft. Foto: imago/Melanie Bauer

Osnabrück. Ungeachtet des technischen Fortschritts beim Kükentöten will das Land Nordrhein-Westfalen das Bundesverwaltungsgericht über ein mögliches Verbot der Praxis entscheiden lassen. Das bestätigte eine Sprecherin des Agrarministeriums in Düsseldorf unserer Redaktion.

Beim Gericht in Leipzig sind in letzter Instanz Klagen von Brütereien gegen eine entsprechende Verfügung des Landes anhängig. Die mittlerweile abgewählte rot-grüne Landesregierung hatte das Kükentöten 2013 verboten, die Unternehmen klagten dagegen. Ein Gerichtssprecher teilte mit, dass die Verhandlungen im ersten Halbjahr 2019 starten sollen.

"Grundsätzliche Rechtsfrage"

Aus dem mittlerweile CDU-geführten Ministerium in Düsseldorf hieß es, die Verfahren „dienten der Klärung der grundsätzlichen Rechtsfrage, ob es für die Tötung von männlichen Eintragsküken in Brütereien einen vernünftigen Grund gibt oder nicht.“ Diesen vernünftigen Grund fordert das Gesetz. Bislang werden die Tiere kurz nach dem Schlüpfen millionenfach vergast, weil sie weder Eier legen können noch schnell genug Fleisch ansetzen.  (Weiterlesen: NRW: Männliche Küken dürfen weiter getötet werden)

Die Bundesregierung hat am Donnerstag eine Technik präsentiert, die das Geschlecht der Küken noch im Ei bestimmt und „männliche“ Eier vor dem Schlüpfen aussortiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sprach von einem „Durchbruch“. Die Technik ist allerdings noch nicht serienreif. Unabhängig davon bestünde aber Interesse an einem Urteil, so das Düsseldorfer Ministerium. „Insofern werden die entsprechenden Verfügungen nicht zurückgezogen.“ (Weiterlesen: Kükentöten: Der Ausstieg hat begonnen, der Weg ist noch weit)


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