Kandidatur um CDU-Vorsitz AKK: "Ich führe keinen Wahlkampf, ich mache ein Angebot"

Von Ankea Janßen und dpa

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CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: dpa/Gregor FischerCDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: dpa/Gregor Fischer 

Berlin. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer nahm erstmals Stellung zu ihrer Kandidatur für den Parteivorsitz. In ihrer Erklärung nannte sie drei Schwerpunktthemen und warnte vor eine Parteispaltung.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer äußerte sich am Mittwoch erstmals öffentlich zu ihrer Kandidatur für die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel. Auf einer einer Pressekonferenz in der Vertretung des Saarlandes in Berlin kündigte sie an, ein "neues Kapitel mit neuen Themen" für die Partei aufschlagen zu wollen. "Ich führe keinen Wahlkampf gegen andere, sondern mache ein Angebot, wie dieses Kapitel inhaltlich aussehen kann", stellte sie gleich zu Beginn klar. In jedem Fall wolle sie eine Spaltung der Partei durch einen "ruinösen Wahlkampf" vermeiden.

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Digitalisierung, Sicherheit und Heimatgefühl

Ihr Programm umfasse demnach vor allem drei Schwerpunktthemen. So wolle sie die Digitalisierung vorantreiben und das Sicherheitsgefühl in Deutschland wieder stärken. "Das Vertrauen in einen starken Staat ist geschwunden." Als dritten Punkt nannte AKK, dass die Menschen sich wieder zu Hause fühlen müssten, denn es herrsche ein Gefühl der Entfremdung. "Wir müssen hervorheben, was uns zusammenhält."

Zudem hob die 56-Jährige hervor, dass sie sich aufgrund ihrer langjährigen Regierungsarbeit besonders für den Parteivorsitz eigne. Ihre Entscheidung, das Amt der Generalsekretärin der CDU zu übernehmen, sei bisher "eine der schwierigsten, wichtigsten aber auch besten Entscheidungen gewesen, die sie bisher getroffen habe. Sie stellte aber auch klar, dass dieses Amt mit der Kandidatur auf dem Parteitag in Hamburg vom 6. bis 8. Dezember enden wird. 

Bisher gibt es zwölf Kandidaten

Kramp-Karrenbauer war am Montag vom Landesvorstand ihrer Partei einstimmig als Kandidatin der Saar-CDU nominiert worden. Neben Kramp-Karrenbauer gelten Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn als chancenreiche Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Insgesamt haben bislang zwölf CDU-Mitglieder ihre Kandidatur für den Parteitag Anfang Dezember in Hamburg angemeldet.

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