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Grundeinkommensjahr SPD-Generalsekretär Klingbeil: Zwölf Jahre arbeiten, ein Jahr frei

Von dpa

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SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Foto: dpa/Carsten KoallSPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Foto: dpa/Carsten Koall

Berlin. Geht es nach SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, sollen Arbeitnehmer mehr Zeit für private Dinge bekommen. Der Vorschlag: Wer ein Jahr lang arbeitet, hat den Anspruch auf einen Monat bezahlte Auszeit. Nach sechs Jahren könne man ein halbes Jahr aussetzen.

Nach dem Willen von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sollen Arbeitnehmer Anspruch auf eine bezahlte Auszeit vom Job bekommen. Klingbeil schlägt dafür ein Modell vor, demzufolge Erwerbstätige mit jedem Jahr Berufstätigkeit Anspruch auf eine bezahlte Auszeit von einem Monat erwerben würden. "Nach sechs Jahren könnte man ein halbes Jahr und nach zwölf Jahren ein ganzes Jahr aussetzen", sagte Klingbeil "Zeit Online". "Die Beschäftigten würden in dieser Zeit jeden Monat tausend Euro netto bekommen." Die Krankenversicherung solle der Staat übernehmen, Steuern fielen keine an. "Ein Grundeinkommensjahr würde Arbeitnehmern Zeit zurückgeben für Dinge, die sie neben der Arbeit nicht schaffen", erklärte er. Das Modell soll auch beim Debattencamp der SPD am kommenden Wochenende in Berlin diskutiert werden.

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Bedingungsloses Grundeinkommen "nicht sinnvoll"

Ein völlig bedingungsloses Grundeinkommen, wie es auch von Teilen der SPD gefordert wird, lehnte Klingbeil dagegen ab. Es sei nur schwer zu finanzieren und "nicht sinnvoll", sagte er. "Ich bin davon überzeugt, dass Arbeit einen ganz zentralen Wert hat. Arbeit stiftet Identität, Selbstwertgefühl und hält unsere Gesellschaft zusammen", sagte er. "Deshalb ist das Grundeinkommensjahr daran gekoppelt, dass jemand arbeitet."



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