"Manche passen nicht zusammen" Merz: Zwischen Merkel und mir ist nichts zu versöhnen

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Blick in die Zukunft: Friedrich Merz stellt sich als Kandidat für das Amt des CDU-Vorsitzenden vor.   Foto: imago/CommonLensBlick in die Zukunft: Friedrich Merz stellt sich als Kandidat für das Amt des CDU-Vorsitzenden vor. Foto: imago/CommonLens

Berlin. Friedrich Merz hat „Aufbruch und Erneuerung“ der Christdemokraten gefordert. „Die CDU ist und bleibt eine Volkspartei der Mitte“, sagte der Unions-Politiker gestern in Berlin.

Liberale, Konservative und jene, die sich sozialpolitisch engagierten, müssten nebeneinander Platz haben in der Partei. Dies bedeute auch, dass sich die CDU „Klarheit über ihren Markenkern“ verschaffen müsse, sagte der Jurist bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Bewerber für das Amt des CDU-Parteichefs.  

Merz selbst hat klare Ziele: Er will seine internationalen Berufserfahrungen einbringen, sich um den Zusammenhalt der Gesellschaft kümmern und Frauen wie auch junge Menschen fördern. Außerdem sagte er Populisten wie der AfD den Kampf an. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass sich am linken und rechten Rand Parteien etablieren, die die Gesellschaft spalteten.

Merz ist deutscher Aufsichtsratsschef von Blackrock, der weltweit größten Gesellschaft für Vermögensverwaltung. Berichte, wonach er „Blackrock“ mit seiner Kandidatur „verärgert“ habe, wies der Anwalt zurück. „Es gibt keine Konfliktlage‘“, sagte er. Laut „Handelsblatt“ will das Unternehmen im Fall des Scheitern von Merz bei der CDU-Vorstandswahl weiter mit dem 62-Jährigen zusammenarbeiten.

Merkel hatte 2002 Merz als Chef der Union im Bundestag 2002 verdrängt. Nun könnte er ihr Nachfolger an der Parteispitze werden. Wird er klarkommen mit der 64-Jährigen, die bis 2021 Kanzlerin bleiben will? So fragten gestern Journalisten. „Zu versöhnen gibt es zwischen Angela Merkel und mir nichts“, sagt Merz knapp. Er habe Respekt vor deren Leistungen. Aber es sei nun einmal so, dass „Menschen nicht zusammenpassen“. Dann müsse man eben „auseinandergehen“.

Merz kündigte einen fairen Wettstreit mit den beiden anderen prominenten Kandidaten, Gesundheitsminister Jens Spahn und CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, an. Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Armin Laschet teilte unterdessen mit, dass er sich nicht um die Nachfolge von Angela Merkel an der Spitze der Bundes-CDU bewerben werde.


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