Merkel-Nachfolge Merz kündigt offiziell Kandidatur für CDU-Vorsitz an

Von dpa

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Der frühere Unionfraktionschef Friedrich Merz. Foto: imago/IPONDer frühere Unionfraktionschef Friedrich Merz. Foto: imago/IPON

Düsseldorf/Berlin. Der ehemalige Unionfraktionschef Friedrich Merz gibt offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekannt.

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat am Dienstag offiziell seine Kandidatur für den CDU-Bundesvorsitz angekündigt. Seine schriftliche Erklärung im Wortlaut: 

Merkel verdient Respekt und Anerkennung

"Gestern hat die Vorsitzende der CDU Deutschlands, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, bekannt gegeben, dass sie auf dem Hamburger Parteitag der CDU nicht wieder für das Amt der Vorsitzenden der Partei kandidieren wird. Angela Merkel verdient Respekt und Anerkennung für ihre Leistungen in 18 Jahren an der Spitze der Partei. Damit hat die CDU Deutschlands nun die Chance, sich neu aufzustellen und eine neue Parteiführung zu wählen.

Ich habe mich nach reiflicher Überlegung und nach zahlreichen Gesprächen entschieden, auf dem Bundesparteitag in Hamburg für den Vorsitz der Christlich Demokratischen Union Deutschlands zu kandidieren. Wir brauchen in der Union Aufbruch und Erneuerung mit erfahrenen und mit jüngeren Führungspersönlichkeiten. Ich bin bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig alles zu tun, um den inneren Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der CDU Deutschlands zu stärken."

Auch AKK und Jens Spahn kandidieren

Merkel hatte am Montag angekündigt, den Parteivorsitz abzugeben und sich 2021 ganz aus der Politik zurückziehen. Bis zum Ende der Wahlperiode will sie aber Kanzlerin bleiben. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn haben ihre Kandidatur bereits in den Spitzengremien der CDU angekündigt. 

Vorstellungsrunde aller Kandidaten in Hamburg

Die Hamburger CDU will alle Kandidaten für den Parteivorsitz vor dem Bundesparteitag Anfang Dezember zu einer Vorstellungsrunde in die Hansestadt einladen. Geplant ist, dass die potenziellen Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel am 19. November den CDU-Mitgliedern Rede und Antwort stehen, wie der Hamburger CDU-Chef Roland Heintze am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Ich finde es gut, dass sich alle potenziellen Kandidaten vorstellen können." Gut drei Wochen später soll in der Hansestadt beim Parteitag eine neue CDU-Spitze gewählt werden.



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