Wulffs Ex-Sprecher wehrt sich Olaf Glaeseker: Keine Korruption

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Wehrt sich: Olaf Glaeseker. Foto: dpaWehrt sich: Olaf Glaeseker. Foto: dpa

Hannover. Olaf Glaeseker, Ex-Sprecher von Christian Wulff, wehrt sich: Der 52-Jährige bestritt gestern den Vorwurf der Korruption, für den er sich ab dem 9. Dezember vor dem Landgericht Hannover verantworten muss.

Glaeseker wird zur Last gelegt, dem Partymanager Manfred Schmidt Sponsorgelder in Höhe von insgesamt 650 000 Euro für die Promi-Veranstaltung „Nord-Süd-Dialog“ besorgt zu haben. Im Gegenzug, so die Staatsanwaltschaft, sei der Regierungssprecher zu kostenlosen Aufenthalten in Schmidts Domizilen in Frankreich und Spanien eingeladen worden. Außerdem habe er 19 Freiflüge in Anspruch nehmen können. Gesamtwert laut Strafermittler: 12 000 Euro.

Glaesekers Anwälte wiesen jede Form von Bestechlichkeit ihres Mandaten zurück. Der einzige Grund für die Besuche seien „die langjährige Freundschaft und das fast familiäre Verhältnis“ zwischen Manfred Schmidt und dem Ehepaar Glaeseker gewesen. „Einen korruptiven Hintergrund gibt es nicht“, versicherten die Anwälte.

Den Juristen zufolge dürfte im Prozess zum Ausdruck kommen, das Glaesekers Engagement allein dem Land Niedersachsen, Hannover und dem damaligen Ministerpräsidenten Wulff gegolten habe.

Christian Wulff muss sich bereits ab Anfang November vor einer anderen Kammer des Landgerichts Hannover verantworten. Ihm wird Vorteilsnahme -ein minder schwerer Fall von Korruption- zur Last gelegt, weil er von einem Filmunternehmer eine Vergünstigung über rund 700 Euro in Anspruch genommen und sich im Gegenzug für das Filmprojekt eingesetzt haben soll.


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