Appell vor Migrations-Gipfel Städtetag: Keine falschen Anreize setzen

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Staädtetagspräsident Markus Lewe (links,  im Bild mit dem Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert)  mahnt ein schnelle Einwanderungsgesetz für Fachkräfte an. Foto: David EbenerStaädtetagspräsident Markus Lewe (links, im Bild mit dem Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert) mahnt ein schnelle Einwanderungsgesetz für Fachkräfte an. Foto: David Ebener

Osnabrück. Der Deutsche Städtetag hat vor dem Spitzentreffen im Kanzleramt zum Thema Migration die Bundesregierung aufgefordert, das geplante Einwanderungsgesetz für Fachkräfte zügig vorzulegen.

 „Eine geregelte Zuwanderung von qualifiziertem Personal bringt große Chancen, um den Mangel an Fachkräften zu bekämpfen. Deshalb brauchen wir dieses Gesetz bald“, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, unserer Redaktion. 

Der Oberbürgermeister von Münster hält es außerdem für dringend notwendig, dass zwischen humanitärer Aufnahme von Menschen durch das Asylrecht und Erwerbsmigration klar unterschieden wird. Es sei gut, dass die Koalition in ihren Eckpunkten zu dem Gesetz an diesem Grundsatz festhalte. „Denn neue Anreize für einen Zuzug aus wirtschaftlichen Gründen über das Asylsystem müssen vermieden werden“, betonte Lewe vor dem Gespräch zur Flüchtlingspolitik zwischen Verbänden und der Kanzlerin.

„Vernünftig“ nannte Lewe den Plan, angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels, auch die Potenziale jener Menschen mit Fluchthintergrund für den Arbeitsmarkt zu nutzen, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus eine Beschäftigung ausüben dürfen.


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