Bilanz des Sommers 32 Brände durch Schießübungen der Bundeswehr

Von Marion Trimborn und Tobias Schmidt

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Der Moorbrand in Meppen war kein Einzelfall. Schießübungen der Bundeswehr haben in diesem Sommer bundesweit mindestens 32 Brände auf Truppenübungsplätzen entfacht. Foto: Lars Schröer/dpaDer Moorbrand in Meppen war kein Einzelfall. Schießübungen der Bundeswehr haben in diesem Sommer bundesweit mindestens 32 Brände auf Truppenübungsplätzen entfacht. Foto: Lars Schröer/dpa

trim/tob Osnabrück Der verheerende Moorbrand auf dem Testgelände der Bundeswehr bei Meppen war kein Einzelfall. Schießübungen der Bundeswehr haben in diesem Sommer bundesweit mindestens 32 Brände auf Truppenübungsplätzen entfacht.

Ein Bericht des Bundesverteidigungsministeriums an den Bundestag, der unserer Redaktion vorliegt, listet 31 weitere Standorte auf, an denen Feuer bekämpft werden musste. Allein in Niedersachsen gehörten dazu sieben Standorte, darunter Bergen, Garlstedt, Haberloh, Hellwege, Munster, Nienburg/Langendamm und Seedorf. Die Zahl der Einzelbrände war noch wesentlich höher, weil die Liste nur Zeiträume nennt.

Ministerium: „Normale Begleiterscheinung

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums verwies auf Anfrage darauf, dass Brände bei militärischem Übungsschießen im Gelände „eine normale Begleiterscheinung“ seien. Deswegen gebe es auch kein solches Schießen ohne Feuerwehrbegleitung.

Linke: Bundeswehr handelt unverantwortlich

Der Brand im Emsland war am 3. September durch Raketentests bei großer Trockenheit ausgelöst worden und konnte erst vor wenigen Tagen gelöscht werden. Alexander Neu, Obmann der Linken im Verteidigungsausschuss, sagte: „Es ist vollständig unverantwortlich, wenn die Bundeswehr bei hochsommerlichen Temperatur unbekümmert und wiederholt Brände verursacht und keine ernsthaften Konsequenzen zieht.“

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