Vor Landtagswahl in Bayern Unionsstreit: SPD-Chefin Nahles droht mit Ende der Großen Koalition

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SPD-Chefin Andrea Nahles: "Richtungsstreit innerhalb der Union belastet diese Koalition ganz massiv“. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaSPD-Chefin Andrea Nahles: "Richtungsstreit innerhalb der Union belastet diese Koalition ganz massiv“. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin. Der Dauerstreit in der Union müsse aufhören, fordert SPD-Chefin Andrea Nahles. Doch es droht neues Ungemach.

SPD-Chefin Andreas Nahles hat vor der Landtagswahl in Bayern die Union mit harschen Worten zur Einigkeit aufgefordert. Sie sehe gar ein Ende der Großen Koalition, sollte der Dauerstreit der beiden Schwesterparteien nicht beigelegt werden, sagte Nahles in einem Interview mit der "Zeit".

"Seit Beginn der Regierungsarbeit, eigentlich sogar schon seit Beginn der Koalitionsverhandlungen, belastet der Richtungsstreit innerhalb der Union diese Koalition ganz massiv", sagte Nahles. Sie sprach von zwei "veritablen Regierungskrisen", die sich wie ein Schatten über die Leistungen der Groko gelegt hätten. Sollte der unionsinterne Zoff nicht enden, "macht gute Sacharbeit natürlich irgendwann keinen Sinn mehr", so Nahles. 

Auch gegen Kanzlerin Angela Merkel teilte Nahles aus. Es sei bisher nicht gelungen, die Koalition in ruhiges Fahrwasser zu bringen, "daran hat die Regierungschefin natürlich ihren Anteil". Sie wünsche sich von Merkel "mehr Führung und Haltung".

CSU droht Verlust von absoluter Mehrheit in Bayern

Die Landtagswahl in Bayern am Sonntag könnte den Streit in der Union weiter befeuern. Schlechte Umfragewerte der CSU schiebt Ministerpräsident Markus Söder derzeit gerne nach Berlin. Das Groko-Theater sei Schuld daran, so der Tenor.

Nach den jüngsten Umfragen könnte die CSU nicht nur ihre absolute Mehrheit der Stimmen verlieren, rein rechnerisch wäre sogar eine von den Grünen als stärkste Kraft angeführte Koalition mit SPD, FDP und besagten Freien Wählern gegen die Christsozialen möglich.



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