Nach Abwahl von Volker Kauder Angela Merkel zu Zukunftsplänen: "Nicht das Interessanteste, ob ich weitermache"

Von dpa

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" im historischen Rathaus in Augsburg. Foto: Stefan Puchner/dpaBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" im historischen Rathaus in Augsburg. Foto: Stefan Puchner/dpa

Augsburg. Die Abwahl des Merkel-Vertrauten Volker Kauder als Fraktionschef der Union war auch ein Signal an die Kanzlerin. Über ihre Zukunft will Angel Merkel aber noch nicht sprechen.

Nach der überraschenden Abwahl von Unionsfraktionschef Volker Kauder will sich Kanzlerin Angela Merkel derzeit nicht zu ihren politischen Zukunftsplänen äußern. "Es ist ja noch nicht mal die Hälfte der Legislaturperiode erreicht. (...) Ich weiß auch nicht, ob das das Interessanteste ist, ob ich weitermache", sagte die CDU-Chefin am Donnerstagabend bei einer Interviewveranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" in Augsburg. 

In der Union wird seit der Wahl von Ralph Brinkhaus zum neuen Fraktionschef im Bundestag auch über Merkels Zukunft diskutiert. Bislang galt es als gesetzt, dass Merkel auf dem Parteitag im Dezember erneut für den CDU-Vorsitz kandidiert.

Klare Absage zu Koalition mit AfD in Sachsen

Deutlicher wurde Merkel zu Spekulationen über eine Koalition ihrer Partei mit der AfD nach der Landtagswahl in Sachsen im kommenden Jahr. "Das kann ich kategorisch ausschließen", sagte die Kanzlerin. Sie sei sich sicher, dass dies auch der "überwiegende Teil der CDU in Sachsen" so sehe. Merkel reagierte damit in gleicher Weise wie zuvor bereits CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auf Äußerungen aus der sächsischen CDU.

Der neue CDU-Landtagsfraktionschef Christian Hartmann hatte eine Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen. "Das werden Sie jetzt von mir in dieser Form auch nicht hören", hatte er auf eine Frage des Radiosenders MDR Sachsen gesagt. Es gelte, nach der Wahl am 1. September vernünftige Entscheidungen zu treffen.


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