Ost- und Westdeutschland Deutsche Einheit: Schwesig sieht große Chance in Digitalisierung

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Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.  Foto: Jörn MartensMinisterpräsidentin Manuela Schwesig. Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Wie können die Lebensverhältnisse in den ostdeutschen Bundesländern verbessert werden? Wie kann der Osten gegenüber dem Westen weiter aufholen? Manuela Schwesig, Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern, hat da eine Idee.

In der Diskussion um die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Bundesländer sieht die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vor allem in der Digitalisierung eine große Chance für den Osten. „Deshalb brauchen wir eine hundertprozentige Versorgung mit schnellem Internet und Mobilfunk. Und natürlich bleibt es richtig, in industrielles Wachstum, Forschung und Technologie zu investieren“, sagte Schwesig unserer Redaktion auf Fragen nach dem Stand der deutschen Einheit.

Die SPD-Politikerin betonte, die ostdeutschen Länder hätten an Wirtschaftskraft gewonnen. Aber das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse sei noch nicht erreicht. Schwesig: „Heute sagen fast 90 Prozent der Menschen in Mecklenburg- Vorpommern, dass es sich bei uns im Land gut oder sogar sehr gut leben lässt. Dennoch gibt es natürlich auch Unzufriedenheit. Die Menschen verstehen zum Beispiel nicht, dass es 30 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch unterschiedliche Löhne und Renten in Ost und West gibt.“

Trotz Fortschritten beim wirtschaftlichen Aufholprozess in den ostdeutschen Ländern sieht auch die Bundesregierung nach wie vor deutliche Unterschiede zum Westen. Zwar hätten sich 28 Jahre nach der deutschen Einheit die Lebensverhältnisse im Osten weiter angenähert, heißt es im Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit. Allerdings liege der Osten etwa beim Lohnniveau und der Wirtschaftskraft im Vergleich zum Westen weiter zurück. Außerdem mangele es an Konzernzentralen großer Unternehmen.


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