EU will echte Partnerschaft EU will vertieften Handel mit Afrika

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EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Foto: AFPEU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Foto: AFP

Brüssel Die EU will die Handelsbeziehungen mit afrikanischen Ländern vertiefen. Afrikanische und europäische Politiker seien sich einig, dass die Förderung wirtschaftlicher Beziehungen zwischen den Kontinenten wichtig für die Zukunft sei, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Freitag in Brüssel. Diese Herangehensweise spiegele auch die Entwicklung einer „echten“ Partnerschaft zwischen der EU und Afrika wider.

Im Zentrum der neuen Allianz steht den Angaben zufolge die Förderung privater Investitionen in Afrika durch Finanzhilfen, Darlehen, Mischfinanzierungen und Garantien. Im Zuge der Investitionsoffensive für Drittländer sollen bis 2020 noch rund 44 Milliarden Euro an Investitionen fließen. Hintergrund für die Initiative ist die Sorge der Europäer, dass sich infolge des Bevölkerungswachstums in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Afrikaner Richtung Europa aufmachen.

Besonderes Potenzial sieht Mogherini in der Jugend Afrikas. „Sie sind die beste Energie des Kontinents und wollen in ihren Kontinent investieren“, bekräftigte die Außenbeauftragte. Sie habe viele afrikanische Jungunternehmer getroffen, die Tradition mit Innovation verbinden. „Sie sind die größte Chance für Wachstum“, sagte Mogherini. Oft fehlten ihnen jedoch Training und die finanziellen Ressourcen, um ihre Ideen umzusetzen. Deswegen wolle Europa die Mobilität von Studenten, Hochschulpersonal und Wissenschaftlern mit 63 Millionen Euro zwischen 2018 und 2020 unterstützen.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind der größte Handelspartner Afrikas. Auf die EU entfallen 36 Prozent des afrikanischen Warenhandels im Wert von 243,5 Milliarden Euro. Derzeit bestehen Handelsabkommen mit 37 afrikanischen Ländern. 40 Prozent der jährlichen ausländischen Direktinvestitionen in Afrika stammen aus der EU.

Nichtregierungsorganisationen kritisieren jedoch immer wieder, dass die EU afrikanischen Ländern den Handel durch ihre Abkommen und spezielle Regeln erschwert. KNA


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