Kommentar zu Frontex Europas Schicksalsfrage

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Frontex soll massiv ausgebaut werden, um die Grenzen in Europa besser zu schützen. Foto: Christian Charisius/dpaFrontex soll massiv ausgebaut werden, um die Grenzen in Europa besser zu schützen. Foto: Christian Charisius/dpa

Osnabrück. Die EU-Kommission will die Grenzschutzagentur Frontex um 10000 Mann aufstocken. Das ist angesichts des Flüchtlingsdramas ein Schritt in die richtige Richtung. Denn der Kontinent muss die Kontrolle über seine Grenzen erlangen. Vom Erreichen dieses Ziels hängt das Schicksal Europas maßgeblich ab.

Viele Faktoren sprechen dafür, dass der Migrationsdruck massiv wächst – vor allem in Afrika. Bis 2050 könnte sich dort die Bevölkerung auf bis zu 2,5 Milliarden Menschen mehr als verdoppeln. Die Flüchtlingsbewegung von 2015 nach Deutschland dürfte somit nur der Anfang einer größeren Völkerwanderung sein.

Durch eine präventive Friedenspolitik und verbesserte wirtschaftliche Zusammenarbeit können die Fluchtursachen reduziert werden. Auch mit den südlichen Mittelmeerstaaten müssten endlich funktionierende Rückführungsabkommen getroffen werden. Dennoch: Die Zahl der Armutsmigranten nach Europa wird stark wachsen. Massive Konflikte sind programmiert. Allein die Wahlerfolge von Rechtspopulisten sollten Warnung genug sein.

Deshalb muss Europa eine gemeinsame Einwanderungspolitik entwickeln, die humanitäre Verantwortung und europäische Interessen intelligent vereint, sodass der soziale Frieden gewahrt bleibt. Ein robuster Grenzschutz ist dafür die Grundvoraussetzung. Ansonsten droht Europa nichts Gutes.


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