Internationaler Haftbefehl Setzte sich der dritte Tatverdächtige von Chemnitz ins Ausland ab?

Von dpa

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Bei einer Gedenkveranstaltung am Tatort, wo ein 35-jähriger Deutscher bei einer Messerattacke getötet wurde, steht ein Polizist neben den Blumen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpaBei einer Gedenkveranstaltung am Tatort, wo ein 35-jähriger Deutscher bei einer Messerattacke getötet wurde, steht ein Polizist neben den Blumen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Chemnitz. Nach dem Tod eines Deutschen in Chemnitz wird noch immer ein dritter Tatverdächtiger gesucht – mittlerweile mit internationalem Haftbefehl.

Gut zwei Wochen nach dem Tod eines Deutschen in Chemnitz durch Messerstiche wird nach dem dritten Tatverdächtigen auch außerhalb Deutschlands gesucht. Es werde international gefahndet, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Montag auf dpa-Anfrage mit. "Natürlich kann man nicht ausschließen, dass sich der Beschuldigte nicht mehr in Deutschland aufhält", sagte eine Sprecherin der Behörde. Die bisherigen Hinweise hätten noch keine Rückschlüsse auf einen bestimmten Aufenthaltsort ergeben.

Suche nach 22-jährigem Iraker

Seit vergangenem Dienstag wird nach einem 22 Jahre alten Iraker gesucht. Er wird verdächtigt, gemeinsam mit zwei weiteren Asylbewerbern am 26. August einen 35-jährigen Mann in Chemnitz auf offener Straße erstochen zu haben. Polizei und Staatsanwaltschaft warnten davor, dass der 22-Jährige bewaffnet sein könnte.

Die anderen beiden Tatverdächtigen, die vermutlich aus dem Irak und aus Syrien stammen, sitzen in Untersuchungshaft. Beide haben laut Staatsanwaltschaft Aussagen zu den Tatvorwürfen gemacht. Über den Inhalt gab sie keine Auskunft. Der Messerattacke soll ein Streit vorausgegangen sein. Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben, worum es bei der laut Polizei "verbalen Auseinandersetzung" ging.

"#WirSindMehr"-Initiative

Der Tod des Deutschen hatte in Chemnitz eine Serie von Protesten und Demonstrationen ausgelöst. Insbesondere rechtsgerichtete und rechtspopulistische Kräfte hatten immer wieder zu Kundgebungen aufgerufen. Dagegen gab es Demonstrationen und Veranstaltungen wie das Konzert "#wirsindmehr" mit 65 000 Teilnehmern.


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