ARD-"Deutschlandtrend" Zwei Drittel der Deutschen für AfD-Beobachtung

Von dpa

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Der AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland im Gespräch mit der Bundestags-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und ihrer Stellvertreterin Beatrix von Storch. Foto: dpa/Karl-Josef HildenbrandDer AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland im Gespräch mit der Bundestags-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und ihrer Stellvertreterin Beatrix von Storch. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Berlin. 65 Prozent der Bundesbürger halten eine Beobachtung der AfD für angemessen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei einem Deutschlandtrend im Juli 2016.

Zwei von drei Bundesbürgern sind für eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz. Laut ARD-"Deutschlandtrend" fänden 65 Prozent einen solchen Schritt angemessen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei einem Deutschlandtrend im Juli 2016. 32 Prozent fänden eine Beobachtung nicht angemessen. 

Am Donnerstag kündigte Thüringens Verfassungsschutz an, die AfD mit ihrem Landeschef Björn Höcke unter die Lupe zu nehmen. Sie wurde zum Prüffall, eine Vorstufe für eine mögliche Beobachtung. Über die Frage, ob die AfD flächendeckend vom Inlandsgeheimdienst beobachtet werden sollte, war in den vergangenen Tagen politischer Streit entbrannt.

Viele sehen Flüchtlingspolitik kritisch  

Der Flüchtlingspolitik der vergangenen drei Jahre stellen die Bürger laut "Deutschlandtrend" mehrheitlich kein gutes Zeugnis aus. Jeder Zweite ist demnach der Meinung, dass Unterbringung und Verteilung der Flüchtlinge sei eher schlecht oder sehr schlecht gelungen. 43 Prozent der Befragten finden, das sei sehr gut oder eher gut gelungen. Nur 27 Prozent der Befragten meinen, dass die Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft sehr gut oder eher gut gelungen ist. 69 Prozent sagen, sie sei eher schlecht oder sehr schlecht gelungen. 

27 Prozent der Befragten halten die Vorbeugung von Gewalt und Kriminalität für gelungen, 69 Prozent für schlecht gelungen. 23 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gut gelungen ist. 69 Prozent sagen, sie sei eher oder sehr schlecht gelungen.


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