Nach Migrationsaussage SPD-Vize Kohnen: "Horst Seehofer als Innenminister unhaltbar"

Von dpa

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Die bayerische SPD-Landeschefin Natascha Kohnen. Foto: Matthias Balk/dpaDie bayerische SPD-Landeschefin Natascha Kohnen. Foto: Matthias Balk/dpa

München/Berlin. Mit seinen umstrittenen Aussagen zu Migration und den Vorfällen in Chemnitz hat sich Horst Seehofer bei der der bayerischen SPD-Landeschefin Natascha Kohnen als Innnenminister disqualifiziert.

Nach der umstrittenen Aussage zur Migration fordert SPD-Vize Natascha Kohnen den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). "Migration als Mutter aller politischen Probleme in unserem Land" zu bezeichnen, ist falsch und gefährlich", sagte die bayerische Landeschefin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. 

Innenminister Horst Seehofer (CSU). Foto: imago/Reiner Zensen

Die Verharmlosung der Ereignisse in Chemnitz durch den CSU-Chef sei unerträglich. "Dass er erklärt hat, dass er als einfacher Bürger auch in Chemnitz mitmarschiert wäre, macht ihn als Innenminister unhaltbar. Damit akzeptiert und unterstützt er, dass eine einzelne Gewalttat zur Hetze gegen alle Migrantinnen und Migranten instrumentalisiert wird."

Kommentar: Seehofer und die Herrschaft des Hasses

Seehofer hatte in einem Interview gesagt: "Wir haben erstmals eine Partei rechts der Union, die sich mittelfristig etablieren könnte, ein gespaltenes Land und einen mangelnden Rückhalt der Volksparteien in der Gesellschaft." Dies habe zwar "nicht nur" mit der Migrationspolitik zu tun. "Aber die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme in diesem Land. Das sage ich seit drei Jahren." 


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