Bilanz nach Chemnitz Ifo-Chef Fuest warnt vor negativen Folgen für Wirtschaftsentwicklung

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Osnabrück . Angesichts der teilweise fremdenfeindlichen Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz warnt der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, vor negativen Folgen für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.

Fuest sagte unserer Redaktion: „Deutschland braucht Fachkräftezuwanderung und lebt vom internationalen Handel. Es ist wichtig, dass international nicht der Eindruck entsteht, dass Fremdenfeindlichkeit zunimmt oder dass die Sicherheitslage schlechter wird.“ Demonstrationen auch gegen Zuwanderung seien erlaubt, aber Ausschreitungen mit einem nationalistischen oder fremdenfeindlichen Unterton seien „ein negatives Signal, das die Reputation Deutschlands beeinträchtigt“.

Die Vorgänge in Chemnitz dürften aber auch nicht überbewertet werden, fügte Fuest hinzu. Er betonte: „Auseinandersetzungen über Einwanderungspolitik beobachten wir in verschiedenen Ländern, in Frankreich und Italien zum Beispiel.“ Insofern sei Deutschland kein Ausnahmefall.

In Chemnitz war es tagelang zu Demonstrationen von Rechtsgerichteten, Neonazis und Gegnern der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung sowie zu Gegenprotesten gekommen. Anlass war, dass ein Deutscher erstochen worden war, mutmaßlich von zwei Arabern, die nun in Untersuchungshaft sitzen.


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