Neue Linke Sammlungsbewegung Brantner: „Die Aufstehen-Bewegung ist keine Versuchung für uns Grüne“

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Für linke Sammlungsbewegung „null empfänglich“: Grünen-Politikerin Franziska Brantner. Foto: Soeren Stache/dpaFür linke Sammlungsbewegung „null empfänglich“: Grünen-Politikerin Franziska Brantner. Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin. Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Franziska Brantner, geht nicht davon aus, dass die neue linke Sammlungsbewegung ‚Aufstehen‘ in ihrer Partei auf großen Widerhall stoßen wird.

„Die Aufstehen-Bewegung ist keine Versuchung für uns Grüne. Dafür sind die meisten Grünen null empfänglich“, sagte Brantner im Gespräch mit unserer Redaktion. Zwar hat sich mit Ludger Volmer auch ein ehemaliger Grünen-Vorsitzender der Bewegung angeschlossen. Brantner sieht in dem Sammelbecken jedoch vor allem „alte Köpfe, die der politischen Vergangenheit angehören. Eine neue Dynamik kann ich in der Bewegung nicht erkennen“.

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht stellt an diesem Vormittag ihre umstrittene linke Sammlungsbewegung vor, deren Ziel ist es, linke Wähler zu erreichen, die sich von den klassischen Parteien nicht mehr angesprochen fühlen und abgewendet haben. Die Bewegung ist in Wagenknechts eigener Partei umstritten, weil sie einigen als Konkurrenz gilt.

Die Grünen-Politikerin Brantner sagte unserer Redaktion weiter: „Wie eine reflexhaft antikapitalistisch auftretende Bewegung, die ihr Heil eher bei Putin als in der Europäischen Union sucht, neue und befriedigende Antworten auf drängende politische Fragen geben soll, bleibt offen. Wie dieses Projekt die progressiven Kräfte stärken soll, ist mir schleierhaft, denn bei den Initiatoren handelt es sich ja gerade um diejenigen, die sie mit ihrer Blockadehaltung gespalten haben.“

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland glaubt laut einer Umfrage nicht an den Erfolg der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Mehr als 62 Prozent der Befragten seien der Ansicht, die Bewegung werde sich langfristig nicht etablieren können, geht aus einer Civey-Umfrage für das Nachrichtenportal „t-online.de“ vom Dienstag hervor.


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