Tötungsdelikt in Chemnitz Chemnitz: Was wir über die Tötung des 35-Jährigen wissen

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Ein Holzkreuz, Blumen und Kerzen stehen an dem Ort, wo vor gut einer Woche in Chemnitz ein 35-Jähriger durch Messerstiche getötet wurde.  Noch immer sind viele Fragen in diesem Fall unbeantwortet. Foto: Sebastian Kahnert/dpaEin Holzkreuz, Blumen und Kerzen stehen an dem Ort, wo vor gut einer Woche in Chemnitz ein 35-Jähriger durch Messerstiche getötet wurde. Noch immer sind viele Fragen in diesem Fall unbeantwortet. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Osnabrück. Auch mehr als eine Woche nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen kommt Chemnitz nicht zur Ruhe. Was wissen wir über diesen Fall, der Auslöser war von Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern, darunter auch gewaltbereite Rechtsextremisten? Ein Überblick.

In der Nacht zum vorvergangenen Sonntag wird ein 35-jähriger Deutscher am Rande eines Stadtfestes in Chemnitz durch Messerstiche verletzt, er stirbt im Krankenhaus. Zwei weitere Verletzte überleben. Zwei Tatverdächtige werden gefasst, deren Nationalitäten zunächst nicht genannt werden. Bereits am Sonntag ist jedoch klar, dass der Tat ein Streit zwischen Menschen mehrerer Nationalitäten vorausging. Berichte, es habe einen sexuellen Übergriff auf eine Frau gegeben, bei dem das Opfer eingeschritten sei, machen die Runde. Die Staatsanwaltschaft schließt einen solchen Hintergrund jedoch aus. (Liveticker: Ansturm auf #WirSindMehr-Konzert - Mehr als 65.000 Besucher legen Chemnitz lahm)

Gegen die mutmaßlichen Täter, einen 22-jährigen Iraker und einen 23-jährigen Syrer, wird Haftbefehl erlassen. Einer dieser Haftbefehle – der gegen den Iraker – taucht im Internet auf, der verantwortliche Beamte wird suspendiert.

Einer der Verdächtigen, laut Medienberichten der Iraker, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Chemnitz mehrfach vorbestraft, der Mann stehe unter Bewährung, hieß es. Er hätte bereits 2016 ausgewiesen werden können, berichteten Medien mit Verweis auf das Verwaltungsgericht Chemnitz weiter. Warum dies nicht geschehen ist, prüft derzeit das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Auch wird bekannt, dass der Getötete kubanische Wurzeln hatte, aber in Chemnitz geboren wurde.

Derweil laufen die Ermittlungen im Fall des getöteten Deutsch-Kubaners fort. Unklar ist weiter, woran sich der Streit vor der Tat entzündet hat. Berichte, es sei dabei um Zigaretten gegangen, sind bisher ebenso wenig bestätigt wie Spekulationen über einen versuchten EC-Kartenraub. Betont wurde seitens der Staatsanwaltschaft aber, dass die Tatverdächtigen nicht aus Notwehr gehandelt hätten.


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