Prozess am Landgericht Nach Anschlägen auf Moschee in Dresden: Fast zehn Jahre Haft

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Eine Frau verlässt nach einem Sprengstoffanschlag die Fatih Camii Moschee. Foto: Sebastian Kahnert/ZB/dpaEine Frau verlässt nach einem Sprengstoffanschlag die Fatih Camii Moschee. Foto: Sebastian Kahnert/ZB/dpa

Dresden. Selbstgebaute Rohrbomben sind vor knapp zwei Jahren vor einer Moschee in Dresden detoniert. Der Täter muss nun in Haft.

Fast zwei Jahre nach den Sprengstoffanschlägen auf eine Moschee und ein Kongresszentrum in Dresden ist der Angeklagte Nino K. zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht in der sächsischen Hauptstadt verurteilte K. am Freitag unter anderem wegen versuchten Mordes, Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchter besonders schwerer Brandstiftung. 

Der Angeklagte (r) im Prozess um einen mutmaßlichen Bombenanschlag auf eine Moschee wird im Landgericht in den Verhandlungssaal geführt.Foto: Sebastian Kahnert/dpa

K. soll am 26. September 2016 selbstgebaute Rohrbomben vor der Fatih-Moschee und am Internationalen Congress Centrum gezündet haben.

Die Anschläge hatten seinerzeit bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte für Nino K. zehn Jahre und neun Monate Haft gefordert, die Verteidigung nicht mehr als vier Jahre und sechs Monate. Letztere sah keinen Tötungsvorsatz im Handeln des früheren "Pegida"-Anhängers. Nino K. hatte den Anschlag gestanden. In seinen letzten Worten vor dem Urteil bedauerte er sein Vorgehen.

Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt. Allerdings befanden sich der Imam und seine Familie zum Zeitpunkt des Angriffs in ihrer Wohnung, die sich im Moscheegebäude befand. Kurz nach 22 Uhr detonierte ein weiterer Sprengsatz auf der Dachterrasse des Dresdner Kongresszentrums.

Der 31-jährige Klimaanlagenmonteur musste sich seit Ende Januar vor Gericht verantworten. Im Jahre 2015 war er als Redner der fremdenfeindlichen „Pegida"-Bewegung aufgetreten. 


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