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28.08.2018, 12:08 Uhr KOMMENTAR ZU KINDERBETREUUNG

Kita-Qualität: Bitte mehr Flexibilität!

Kommentar von Stefanie Witte

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Osnabrück. Die deutschen Kitas sind besser geworden, es gibt aber noch Luft nach oben – da sind sich die Bertelsmann Stiftung und die Politik einig. Bei vagen Versprechen, etwas verbessern zu wollen, sollte es aber nicht bleiben.

Nur wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Kind gut und sicher aufgehoben ist, werden sie es in eine Krippe oder Kita geben. Dazu gehört, dass nicht die Hälfte der Arbeit von Praktikanten erledigt wird. Außerdem braucht es einen Leiter, der die Freiheit hat, sich vernünftig um Organisation und Bürokratie zu kümmern.

Die Finanzierung von Personal, Räumen und Ausstattung sollte daher auf ein einheitliches, verlässliches Fundament gestellt werden. Ein Hinweis auf die Notwendigkeit dafür ist auch das auffällig schlechte Abschneiden ostdeutscher Bundesländer, wo die Kinderbetreuung außerhalb der Familie eigentlich viel etablierter ist als im Westen.

Und ja – dabei darf es ruhig etwas mehr sein. Denn bei alledem sollten die Bedürfnisse arbeitender Eltern nicht vergessen werden: Allzu häufig korrespondieren die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen schlecht bis gar nicht mit den Arbeitszeiten, die Unternehmen vorgeben. Mehr Flexibilität auf allen Seiten würde sich am Ende für alle auszahlen – auch für den Staat, in dem am Ende mehr Eltern arbeiten und Steuern zahlen.


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