Zum Beginn des Opferfestes Mehrere Raketen auf Kabul abgefeuert

Von dpa

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Ein Militärhubschrauber zielt auf ein Haus in dem sich Angreifer verstecken sollen. Foto: Rahmat Gul/APEin Militärhubschrauber zielt auf ein Haus in dem sich Angreifer verstecken sollen. Foto: Rahmat Gul/AP

Kabul. In Afghanistan beginnt das dreitägige Opferfest Eid al-Adha mit einem Raketenangriff in der Hauptstadt Kabul. Mindestens zwei Menschen werden verletzt. Den Aufruf des Präsidenten Ghani, eine Waffenruhe einzuhalten, ließen die Taliban unbeantwortet.

Angreifer haben nach offiziellen Angaben mindestens zehn Raketen auf die afghanische Hauptstadt Kabul gefeuert. Sie seien am Dienstagmorgen aus Ostkabul in Richtung diplomatisches Viertel geflogen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Laut Gesundheitsministerium wurden dabei mindestens zwei Menschen verletzt. Dem Innenministerium zufolge verschanzten sich vier bis sechs Angreifer nach dem Abfeuern der Raketen in einem Haus hinter der Eid Gah-Moschee. Die Vorrichtung zum Abfeuern der Raketen sei von Spezialeinheiten der Polizei zerstört worden.

Davor hatte es Berichte gegeben, ein Kampfhubschrauber habe die auf einem Laster montierte Vorrichtung zerstört. Gleichzeitig habe eine Operation begonnen, die verschanzten Angreifer festzunehmen. Bislang bekannte sich keine Gruppe zu dem Angriff.

Die Raketen schlugen ein, als Präsident Aschraf Ghani eine Rede zum Beginn des Opferfestes Eid al-Adha hielt. „Die Gruppen, die weiter Gewalt ausüben, auch wenn sie Raketen abfeuern, können die Entwicklung Afghanistans nicht aufhalten“, sagte Ghani.

In den vergangenen Wochen wurden mehrere Male Raketen auf Kabul abgefeuert. Manche landeten in Feldern, andere in Wohnhäusern. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.

Präsident Ghani hatte am Sonntag den radikalislamischen Taliban eine drei Monate lange Waffenruhe angeboten. Allerdings ließen die Aufständischen das Angebot bisher unbeantwortet. Während des Eid-Festes im Juni hatten erstmals seit 15 Jahren beide Seiten für drei Tage landesweit die Waffen ruhen lassen.


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