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Neue Verordnung zum Futteranbau Bund will nächste Woche Ausmaß der Dürreschäden bewerten

Von dpa

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Ein abgeerntetes Getreidefeld im Taunus. Über Nothilfen vom Staat will die Regierung am Mittwoch beraten. Foto: imago/Ralph PetersEin abgeerntetes Getreidefeld im Taunus. Über Nothilfen vom Staat will die Regierung am Mittwoch beraten. Foto: imago/Ralph Peters

Berlin. Viehhaltern soll die Futtergewinnung erleichtert werden. Ob Landwirte Nothilfen vom Staat bekommen, bleibt offen. Doch ein Termin zur Beurteilung steht.

Angesichts der wochenlangen Dürre in vielen Regionen Deutschlands soll Viehhaltern die Futtergewinnung erleichtert werden. Das Bundeskabinett brachte dafür an diesem Mittwoch eine Verordnung von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) auf den Weg. Dadurch soll ausnahmsweise eine stärkere Nutzung von Flächen möglich sein, für die Anbaubeschränkungen zum Umweltschutz gelten. Hintergrund ist, dass gemähtes Gras wegen der Dürre vielfach nicht für den sonst üblichen zweiten und dritten Schnitt nachgewachsen ist. So wird Futter knapp.

Die Bundesregierung will am Mittwoch kommender Woche entscheiden, ob die Dürreschäden in der Landwirtschaft ein nationales Ausmaß haben und damit Bundeshilfen infrage kommen. Als Basis dafür will Agraministerin Julia Klöckner (CDU) den amtlichen Erntebericht im Kabinett vorlegen, wie sie am Mittwoch in Berlin ankündigte. Wie mögliche Hilfen aussehen würden, wäre erst danach mit den Ländern zu klären, die zuerst für Nothilfen für die Bauern zuständig sind.

Klöckner unterstrich, dass abschließende und vergleichbare Daten aus den Ländern für die Entscheidung nötig seien. In die Beurteilung, inwiefern Schäden existenzbedrohend sind, würden auch momentan deutlich höhere Getreidepreise einbezogen. Zuletzt war 2003 wegen einer Dürre ein Schaden von "nationalem Ausmaß" festgestellt worden. Der Bund und mehrere Länder stellten damals insgesamt 72 Millionen Euro bereit.


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