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Nach Sanktionen der USA Keine iPhones mehr: Türkei will US-Elektronik boykottieren

Von dpa

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Die Präsidenten der USA und der Türkei: Donald Trump (l.) und Recep Tayyip Erdogan. Foto: imago/BelgaDie Präsidenten der USA und der Türkei: Donald Trump (l.) und Recep Tayyip Erdogan. Foto: imago/Belga

Ankara. Samsung statt iPhone: Im Handelsstreit mit den USA greift der türkische Präsident Erdogan nun zum nächsten Mittel.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat als Reaktion auf die US-Sanktionen angekündigt, sein Land werde elektronische Produkte aus den USA boykottieren. "Wenn sie (die USA) iPhones haben, dann haben wir Samsung", sagte Erdogan während einer Rede vor Anhängern seiner Partei AKP in Ankara am Dienstag.

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US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag verkündet, einige Strafzölle gegen die Türkei zu verdoppeln. Die Lira, die seit Monaten schwächelt, ging daraufhin in den freien Fall. Hintergrund ist die Auseinandersetzung um das Schicksal des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson. Trump fordert seine sofortige Freilassung.

Insgesamt war Rede des Staatspräsidenten vor Anhängern seiner Partei AKP in Ankara aber gemäßigter als die Ansprachen in den vergangenen Tagen.

Die Lira hatte am Morgen leicht zugelegt, nachdem am Vortag die Zentralbank und andere Regierungsbehörden erste Notfallmaßnahmen gegen den rasanten Lira-Verfall ergriffen hatten. Außerdem will Finanzminister Berat Albayrak am Donnerstag per Telefon-Konferenz mit Investoren unter anderem aus den USA und Europa sprechen.


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