Abchasien und Südossetien USA fordern Abzug Russlands aus abtrünnigen Regionen Georgiens

Von dpa

Russische Soldaten blockieren eine Straße in Gori. Foto: Darko Bandic/AP/dpaRussische Soldaten blockieren eine Straße in Gori. Foto: Darko Bandic/AP/dpa

Washington . Russland hält Abchasien und Südossetien besetzt. Außer den USA fordert noch ein weiteres Land den Truppenabzug.

Zehn Jahre nach dem Georgien-Konflikt haben die USA Russland aufgefordert, seine Militärpräsenz in Teilen der Südkaukasusrepublik zu beenden. Russland solle seine Verpflichtungen aus dem Waffenstillstandsabkommen erfüllen und sich aus den besetzten Regionen Abchasien und Südossetien zurückziehen, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums am Dienstag (Ortszeit). Die beiden Regionen seien Teil Georgiens, betonte Sprecherin Heather Nauert.


Georgien mit den Regionen Abchasien und Südossetien. Grafik: F. Bökelmann/A. Rigamonti


Die Ex-Sowjetrepublik Georgien wollte vor zehn Jahren die von Russland beschützten, abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien zurückerobern. In der Nacht zum 8. August 2008 griffen georgische Truppen Südossetien an, wurden aber innerhalb weniger Tage besiegt. Russland erkannte später Abchasien und Südossetien als unabhängige Staaten an und hat bis heute Soldaten dort stationiert. Moskau und Tiflis pflegen seitdem keine diplomatischen Beziehungen mehr.

Weiterlesen: Flucht aus Südossetien und Abchasien: Der fast vergessene Konflikt

Auch Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland verurteilte die Besetzung Abchasiens und Südossetiens durch Russland als Verletzung internationalen Rechts. Die Bewohner würden immer wieder Opfer von Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen. Sie forderte Moskau auf, EU-Beobachtern Zugang zu den kontrollierten Gebieten zu gewähren.

Georgien strebt zum Schutz vor Russland den Beitritt zu EU und Nato an. Die Nato hatte bei ihrem Gipfel in Brüssel Mitte Juli die Perspektive einer Mitgliedschaft Georgiens bekräftigt.



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