Verwirrung um Abschiebung Rückholung von Gefährder Sami A. aus Tunesien weiter unklar

Von dpa

Die Abschiebung von Sami A. wird immer mehr zum Politikum. Mitte Juli wurde der Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs bin Laden in diesem Flugzeug nach Tunesien abgeschoben. Foto: picture alliance/dpaDie Abschiebung von Sami A. wird immer mehr zum Politikum. Mitte Juli wurde der Ex-Leibwächter des getöteten Al-Kaida-Chefs bin Laden in diesem Flugzeug nach Tunesien abgeschoben. Foto: picture alliance/dpa

Tunis. Die Abschiebung von Sami A. ist zum Politikum geworden. Es ist immer noch nicht klar, ob er zurück nach Deutschland darf.

Ob der als islamistischer Gefährder eingestufte Sami A. aus Tunesien nach Deutschland zurückreisen darf, ist weiter unklar. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete, gibt es in Tunesien kein Ausreiseverbot gegen den mutmaßlichen Ex-Leibwächter von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. "Der zuständige Ermittlungsrichter hat mir im persönlichen Gespräch gesagt, dass Sami A. ausreisen dürfte", bestätigte dessen Anwältin Seda Basay-Yildiz der Deutschen Presse-Agentur.

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Dem widersprach jedoch der Sprecher der für Terrorismus zuständigen Staatsanwaltschaft in Tunesien, Sofiane Sliti. Es werde weiter gegen den aus Deutschland abgeschobenen Gefährder ermittelt und er müsse in Tunesien bleiben.

Die Abschiebung ist zum Politikum geworden. Der mutmaßliche Ex-Leibwächter des 2011 getöteten bin Laden war am 13. Juli aus Deutschland abgeschoben worden. Ein Gericht in Gelsenkirchen hatte am Abend zuvor entschieden, dass dies wegen Foltergefahr in Tunesien nicht zulässig sei - der Beschluss wurde aber erst übermittelt, als die Chartermaschine in der Luft war.


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