Urlaubseinladung aus der Alpenrepublik Italiens Innenminister Salvini: Österreich statt Mallorca

Von dpa

Wels statt Mallorca, heißt es vielleicht im nächsten Urlaub für Matteo Salvini. Foto: imago/Independent Photo AgencyWels statt Mallorca, heißt es vielleicht im nächsten Urlaub für Matteo Salvini. Foto: imago/Independent Photo Agency

Rom/Wien. "Persona non grata" auf Mallorca, darf sich Rechtspopulist Salvini nun über eine Einladung aus Österreich freuen.

Nachdem ihn Mallorca wegen seiner Migrationspolitik zur unerwünschten Person erklärt hat, hat der italienische Innenminister und Rechtspopulist Matteo Salvini ein überraschendes Urlaubsangebot aus Österreich erhalten: Die FPÖ Oberösterreich lud den Politiker der rechten Lega am Sonntag "ausdrücklich nach Oberösterreich und Wels ein". Die Freiheitliche Partei Österreichs – kurz FPÖ – gilt als rechtspopulistisch und ist seit Dezember 2017 als kleiner Koalititionspartner Teil der Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

"Ich würde mich freuen, wenn Innenminister Salvini meine oberösterreichische Heimat besucht", teilte FPÖ-Vize Manfred Haimbuchner mit. Und der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl ergänzte: "Ob beim traditionellen Welser Volksfest oder als Radfahrer in der Rennradregion Wels, die Einladung steht."

Die spanische Linkspartei Podemos hatte am Samstag getwittert, der Innenminister Italiens sei wegen seiner Beleidigungen von Flüchtlingen und Rettern eine "Persona non grata" auf der Baleareninsel. Italienische Medien berichteten zugleich, der mallorquinische Inselrat habe einstimmig beschlossen, Salvini nicht willkommen zu heißen. Der Chef der fremdenfeindlichen Lega hatte privaten Seenotrettern die Einfahrt in italienische Häfen versperrt. Salvini reagierte prompt auf die Entscheidung des Inselrats: "Nicht willkommen auf Mallorca? Wen kümmert das, ich mache meinen Urlaub in Italien", schrieb er auf Twitter.

Die FPÖ-Politiker Haimbuchner und Rabl kritisierten die Entscheidung des Inselrats "als unangebracht und unverhältnismäßig". Salvini habe "in Europa einen Nachdenkprozess in der Einwanderungspolitik bewirkt und mitgeholfen, einen ungeregelten Zuzug nach Europa zu verhindern", schrieb Haimbuchner auf Facebook.





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