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28.07.2018, 05:00 Uhr KOMMENTAR

Wetterextreme: Neue Normalität in Deutschland

Kommentar von Kristina Müller

Erst tagelange Hitze, dann heftiges Gewitter: Wetterextreme werden in Deutschland immer häufiger. Foto: Imago/Ralph PetersErst tagelange Hitze, dann heftiges Gewitter: Wetterextreme werden in Deutschland immer häufiger. Foto: Imago/Ralph Peters

Osnabrück. Ein Wetterextrem jagt das andere: erst tagelange Hitze, wochenlange Dürre und dann heftige Gewitter. An derartige Verhältnisse müssen wir uns wohl oder übel gewöhnen. Ein Kommentar.

Normalerweise fahren die Leute in den Urlaub, um Sonne und warme Temperaturen zu genießen. In diesen Tagen könnte man meinen, sie fahren weg, um sich abzukühlen. Deutschland ächzt unter Hitze und Trockenheit: Menschen leiden unter Kreislaufproblemen, das Trinkwasser wird mancherorts knapp, Landwirte bangen um ihre Ernte und trockene Felder und Wälder werden leichte Beute für Feuer. Und als wäre das nicht genug, drohen bei Starkregen auf dem festen, ausgetrockneten Boden auch noch Überschwemmungen.

Auf ungewöhnliche Wettersituationen ist man hierzulande nicht genug eingestellt. Seien es zehn Zentimeter mehr Schnee im Winter, zehn Stundenkilometer mehr Wind im Herbst oder eben zehn Grad wärmere Temperaturen im Sommer – an solche Verhältnisse werden wir uns auf lange Sicht gewöhnen müssen. Die Anzeichen mehren sich, dass der Klimawandel keine drohende Gefahr, sondern Realität ist. Dass es viel extremer kommen kann, zeigt beispielsweise ein Blick nach Nord- und Mittelamerika, wo die Zahl der verheerenden Wirbelstürme in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist.

Die Furcht wächst, dass auch in Deutschland Naturkatastrophen zur Normalität werden könnten. Fest steht jedenfalls eines: Wir müssen uns für jegliche kommende Situationen wappnen.


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