Kritik an Konzept von Heil Wirtschaftsforscher: Rentenpläne deutlich teurer

Von Beate Tenfelde

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die Rentenpläne von Arbeitsminister Hubertus Heil als „zu teuer“ kritisiert. Foto:dpaArbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die Rentenpläne von Arbeitsminister Hubertus Heil als „zu teuer“ kritisiert. Foto:dpa

Berlin. Die Initiative Soziale Marktwirtschaft (INSM) rechnet mit Mehrausgaben für die Steuerzahler im zweistelligen Milliardenbereich, wenn das Rentenpaket von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) umgesetzt werde.

Allein im Jahr 2030 seien rund 45 Milliarden Euro mehr an zusätzlichen Ausgaben fällig als eingeplant, heißt es in einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Sie wurde im Auftrag der von Arbeitgebern gegründeten INSM erstellt. Der Bund werde seine Steuerzuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung deutlich ausweiten müssen, sagen die Wirtschaftsforscher voraus. „Die vorgelegten Rentenpläne sind teuer, ungerecht und kurzsichtig“, hieß es auch in einer Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Die Zusatzleistungen würden allein bis 2030 mit rund 75 Milliarden Euro zu Buche schlagen. „Das ist eine schwere Hypothek für die junge Generation und für Wachstum und Beschäftigung“, erklärte BDA-Präsident Ingo Kramer.

Der Bundesarbeitsminister hatte dagegen eine INSM Anzeigenkampagne gegen sein Mitte Juli vorgestelltes Rentenpaket als „nicht glaubwürdig“ bezeichnet. In einem Gespräch mit unserer Redaktion warf Heil der Initiative„Lobbyinteressen“ vor.


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