Kurioses aus dem Weißen Haus Ärger, weil sie "CNN-Fake-News" schaute - Melania kontert Trump

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Weil seine Gattin Melania auf einem Flug CNN eingeschaltet hat, ist Trump einem Bericht der "New York Times" zufolge sehr wütend geworden - aber "FLOTUS" konterte öffentlich. Foto: Pablo Martinez Monsivais/dpaWeil seine Gattin Melania auf einem Flug CNN eingeschaltet hat, ist Trump einem Bericht der "New York Times" zufolge sehr wütend geworden - aber "FLOTUS" konterte öffentlich. Foto: Pablo Martinez Monsivais/dpa

Washington. Die First Lady der USA, Melania Trump, hat auf einem Flug mit der Air Force One den Nachrichtensender CNN geschaut. Donald Trump war nicht erfreut.

Seitdem Donald Trump Präsident der USA ist, läuft bei jedem Flug mit der Air Force One der Sender Fox. Man kann den Nachrichtenkanal getrost als Trumps Lieblingssender bezeichnen, daraus macht er keinen Hehl. CNN etwa, einem der größten Konkurrenten von Fox, wirft er immer wieder die Verbreitung von "Fake News" über ihn vor. Trump gefällt die kritische Berichterstattung schlicht nicht.

Als nun seine Gattin Melania auf einem Flug CNN eingeschaltet hat, soll er einem Bericht der "New York Times" zufolge sehr wütend geworden sein. Doch das wollte sich Melania Trump nicht gefallen lassen und ließ über ihre Sprecherin Stephanie Grisham verkünden, dass sie jeden Kanal schauen kann, den sie will. Gegenüber dem Sender betonte Grisham, man solle sich lieber auf das soziale Engagement der First Lady konzentrieren, statt darauf, welchen Fernsehsender sie schaute.

Der Sender CNN antwortete bei Twitter mit einem Augenzwinkern:

Es dürfte für die Mitarbeiter von CNN auch Genugtuung mitschwingen, werden die Reporter in der Trump-Ära doch häufig anders, wenn nicht gar unfair behandelt, als andere Reporter. Erst gestern ist eine CNN-Reporterin von einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ausgeschlossen worden. 

Auf einem Videomitschnitt des Pressetermins ist zu sehen, wie Collins wiederholt Fragen zu Cohen und Putin an den Präsidenten richtet, dieser aber nicht antwortet. Stattdessen sagt Trump wiederholt "vielen Dank" in Richtung der versammelten Presse, um die Runde zu beenden. Der US-Präsident hatte Cohen zuvor in der Schweigegeld-Affäre um ein ehemaliges Playmate attackiert. 

Es folgten Proteste in der Medienwelt.



Kaitlan Collins hatte Trump zuvor bei einem Fototermin mit den beiden Spitzenpolitikern im Oval Office mehrere unangenehme Fragen gestellt, wie sie am Mittwoch (Ortszeit) im CNN-Interview berichtete. Die Journalistin hatte den US-Präsidenten gefragt, ob er sich von seinem Ex-Anwalt Michael Cohen betrogen fühle und warum Russlands Präsident Wladimir Putin seine Einladung nach Washington noch nicht angenommen habe. 

Nach dem Termin wurde Collins ihren eigenen Angaben zufolge von einer späteren Pressekonferenz von Trump und Juncker im Rosengarten des Weißen Hauses ausgeladen. Eine derartige Vergeltungsmaßnahme spreche nicht für eine "offene und freie Presse", sagte der Sender CNN in einer Stellungnahme.

Unterstützung auch von Fox

Die Korrespondentenvereinigung WHCA verurteilte den Vorfall als Verstoß gegen die Pressefreiheit. "In unserer Republik unterstützt die WHCA das Recht aller Reporter, ihren Aufgaben ohne Furcht vor Repressalien der Regierung nachzugehen", sagte der Präsident der Vereinigung, Olivier Knox, in einer Stellungnahme. Auch der sonst eher regierungsfreundliche Fernsehsender Fox News brachte seine "starke Solidarität" zum Ausdruck.

Trump-Sprecherin Sarah Sanders sagte später zur Begründung, die Reporterin sei von der späteren Pressekonferenz ausgeschlossen worden, weil sie ihre Fragen geschrien und sich geweigert habe, den Termin zu verlassen. Das Weiße Haus unterstütze eine freie Presse. 

Mit Material der dpa


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