„Es gibt da nur Verlierer“ Sportminister Seehofer schweigt im Fall Özil

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Sportminister Horst Seehofer (CSU) hält sich im Fall Mesut Özil heraus. Foto: dpaSportminister Horst Seehofer (CSU) hält sich im Fall Mesut Özil heraus. Foto: dpa

Berlin. Der auch für Sport und Integration zuständige Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schweigt weiter zum Rückzug des türkisch-stämmigen Fußballspielers Mesut Özil aus der Nationalmannschaft.

„Ich glaube, in diesem Fall gibt es nur Verlierer“, sagte Seehofer in Berlin. Er habe sich „fest vorgenommen“, sich vor dem Hintergrund der Vielzahl von Einlassungen zu dem Thema sich nicht weiter dazu zu äußern. Und schließlich habe bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Leistungen Özils gewürdigt und die Integrationsbemühungen des Deutschen Fußballbundes (DFB) hervorgehoben. Neben den Äußerungen der Kanzlerin gebe es „keinen Raum“ mehr für solche des Sportministers, sagte Seehofer.

Allgemein unterstrich Seehofer, Sport trage zur Integration bei. Aus dem Fall Özil den Rückschluss zu ziehen, die Integrationsfunktion des Sports funktioniere nicht, sei ebenso wenig erlaubt wie der Rückschluss auf Erfolge und Misserfolge bei der Integration insgesamt.

Özil war wegen eines Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der Weltmeisterschaft in die Kritik geraten. Nach wochenlangen Debatten um seine Person erklärte Özil am Sonntag seinen Rückzug aus der deutschen Nationalelf und betonte, die Begegnung mit Erdogan habe keinen politischen Hintergrund. Gleichzeitig beklagte er rassistische Angriffe und kritisierte den DFB.


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