Bürgerkriegsland UN: Mehr als 100 Helfer im Südsudan seit 2013 ums Leben gekommen

Von dpa

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Im Südsudan sind Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Foto: dpa/Jürgen BätzIm Südsudan sind Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Foto: dpa/Jürgen Bätz

New York. Der Südsudan gilt als ein besonders herausforderndes Umfeld für Helfer, die humanitäre Lage sei "extrem schwierig".

Im Südsudan sind seit Beginn des Bürgerkriegs 2013 nach UN-Angaben mehr als 100 Helfer ums Leben gekommen. Der ostafrikanische Staat sei ein besonders herausforderndes Umfeld für Helfer, hieß es in einer Erklärung des UN-Sicherheitsrats und des Friedens- und Sicherheitsrats der Afrikanischen Union (AUPSC) am Donnerstag. Angriffe auf diejenigen, die lebensrettende Hilfe lieferten, müssten umgehend gestoppt werden. Die humanitäre Lage sei "extrem schwierig", sagte der AUPSC-Vorsitzende Sébadé Toba. 

Hintergrund des Bürgerkriegs ist ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Zehntausende Menschen sind bereits getötet worden, knapp vier Millionen Südsudanesen befinden sich auf der Flucht.

"Reagieren auch in unserem Namen auf Konflikte"

Vertreter von UN und AU kamen in New York zu einem jährlichen Treffen zusammen, um über aktuelle Konflikte und Finanzfragen zu sprechen. Wenn afrikanische Länder auf Konflikte reagierten, "reagieren sie auch in unserem Namen", sagte der schwedische UN-Botschafter Olof Skoog, dessen Land derzeit den Vorsitz im Sicherheitsrat hat.

Mit Blick auf die nahende Präsidentenwahl im Kongo und eine mögliche weitere Kandidatur von Staatschef Joseph Kabila verwies Skoog auf die kongolesische Verfassung. Diese schreibt eine Beschränkung auf zwei Amtszeiten vor. UN und AU hofften bei der Wahl auf einen "friedlichen Machttransfer gemäß der Verfassung", sagte Skoog.

Der seit 2001 regierende Kabila konnte das rohstoffreiche zentralafrikanische Land bislang nicht zur Ruhe bringen. Wegen Konflikten im Zentrum und im Osten des Landes sind rund 4,5 Millionen Kongolesen auf der Flucht.


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