"Missverständnis" Trump-Sprecherin dementiert neue Russland-Aussage

Von dpa

Sarah Huckabee Sanders, die Pressesprecherin des Weißen Hauses. Foto: dpa/Pablo Martinez MonsivaisSarah Huckabee Sanders, die Pressesprecherin des Weißen Hauses. Foto: dpa/Pablo Martinez Monsivais

Washington. US-Präsident Trump und die Presse – es bleibt wohl ein ewiges Missverständnis. Wieder einmal fühlt sich Trump von Reportern falsch wiedergegeben. Und wieder einmal geht es um Russland.

US-Präsident Donald Trump geht nach den Worten seiner Sprecherin Sarah Sanders weiter davon aus, dass Russland die Vereinigten Staaten im Visier hat. "Er glaubt, dass sie sicherlich wieder auf die US-Wahlen abzielen", sagte Sanders am Mittwoch in Washington. "Die Gefahr besteht weiter." Sanders fügte hinzu: "Wir unternehmen Schritte, dass sich die Dinge nicht wiederholen." 

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Die Sprecherin stellte damit anderslautende Berichte über eine Trump-Äußerung klar. Auf die Frage einer Reporterin, ob Russland die USA weiter im Visier habe, hatte Trump zuvor am Rande einer Kabinettssitzung geantwortet: "Danke, nein." Auf die Nachfrage, ob er nicht glaube, dass dies der Fall sei, antwortete Trump erneut: "Nein."

Nach den Worten von Sanders meinte Trump aber, er wolle keine Fragen beantworten. "Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen, er hat auf die Frage nicht geantwortet."

Allerdings sprach Trump nach seinem doppelten Nein noch etwa eine Minute lang mit den Reportern. Das Dementi von Sanders kam etwa drei Stunden nach ersten Berichten.



Nach den Worten von Sanders hat Trump dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Montag in Helsinki klargemacht, dass er sich aus den US-Wahlen heraushalten solle. 

US-Geheimdienstkoordinator Dan Coats hatte am Freitag gesagt: "Die Warnlichter blinken wieder rot. Die digitale Infrastruktur ist heute buchstäblich unter Angriff." Täglich verübten "ausländische Akteure" wie Russland, China, der Iran oder Nordkorea Cyber-Angriffe auf Ziele in den USA. Russland sei dabei "ohne Frage der aggressivste ausländische Akteur".


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