Kaljulaid zu Nato-Beschlüssen Estnische Präsidentin: Wir vertrauen der Nato

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Kersti Kaljulaid, Staatspräsidentin von Estland, spricht nach der Überreichung des Preises zu den Gästen. Im historischen Rathaus zu Mu·nster wurde der Internationale Preis des Westfälischen Friedens 2018 verliehen. Mit der Auszeichnung ehrt die Wirtschaftliche Gesellschaft fu·r Westfalen und Lippe (WWL) in diesem Jahr die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie die Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Foto: Guido Kirchner/dpaKersti Kaljulaid, Staatspräsidentin von Estland, spricht nach der Überreichung des Preises zu den Gästen. Im historischen Rathaus zu Mu·nster wurde der Internationale Preis des Westfälischen Friedens 2018 verliehen. Mit der Auszeichnung ehrt die Wirtschaftliche Gesellschaft fu·r Westfalen und Lippe (WWL) in diesem Jahr die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie die Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Foto: Guido Kirchner/dpa

Münster. Trotz der Unsicherheiten über das Engagement der USA in der Nato setzen die baltischen Staaten weiterhin auf den Schutz durch das westliche Bündnis. „Wir vertrauen der Nato und unseren Verbündeten“, sagte Estlands Präsidentin Kersti Kaljulaid im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich sehe nicht, dass die Amerikaner sich aus der multilateralen Kooperation zurückziehen“, sagte Kaljulaid. Die Beschlüsse des jüngsten Nato-Gipfels in Brüssel stärkten die Allianz.

Im Abschlussdokument hatten sich die Verbündeten zu einem Doppelansatz von militärischer Abschreckung und Dialogbereitschaft gegenüber Russland bekannt. Zudem bekräftigten die Mitgliedsstaaten das Ziel, mehr Geld für Verteidigung auszugeben.

Kaljulaid betonte, die Präsenz von 18 Nato-Staaten in Polen und den baltischen Staaten sende eine „sehr klare abschreckende Botschaft“. Allerdings müsse die Nato noch mehr tun. Sie begrüßte den Willen, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Estland gebe bereits heute gut zwei Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung aus. Das diene dem Schutz von ganz Europa. „Sicherheit ist nicht teilbar.“ Kaljulaid würdigte auch die deutschen Bemühungen, den Wehretat zu erhöhen. „Wir sehen, dass Deutschland mehr tut“, sagte sie in Münster, wo die drei baltischen Staaten mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet wurden.


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