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13.07.2018, 18:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR ZU KOMMUNALEN FÜHRUNGSKRÄFTEN

Nur 13 Prozent der Frauen fähig für Top-Jobs? Wohl kaum!

Kommentar von Stefanie Witte

Ein seltenes Bild in vielen kommunalen Betrieben. Foto: dpaEin seltenes Bild in vielen kommunalen Betrieben. Foto: dpa

Osnabrück. Nur 13,5 Prozent. So klein ist der Anteil der weiblichen Führungskräfte in kommunalen Unternehmen in Westdeutschland. So wenige Frauen sollen fähig oder willens sein, Top-Positionen einzunehmen? Wohl kaum!

Die Gründe für die Schieflage sind vielfältig. Dabei gäbe es gerade im kommunalen Kontext mehrere Ansätze, diese traurige Zahl zu erhöhen. Vieles ist offenbar abhängig vom politischen Willen. Da, wo Frauen in Führungspositionen explizit erwünscht sind, steigen auch die Zahlen. Ein weiterer Schritt ist die noch aktivere Förderung weiblicher Nachwuchskräfte.

Darüber hinaus hängt es häufig an der Flexibilität von Arbeitsbedingungen. Allzu oft orientieren sich junge, aufstrebende Frauen nach dem ersten Kind beruflich um. Das liegt nicht unbedingt daran, dass sie an Führungspositionen kein Interesse mehr hätten. Grund ist häufig, dass Strukturen, die über Jahrzehnte gewachsen und auf Männer zugeschnitten sind, mit weiblichen Erwerbsbiografien wenig kompatibel sind. Hier ist Kreativität gefragt.

Immerhin: Selbst ohne Quote wird der Anteil weiblicher Führungskräfte wohl künftig steigen. Nachfolgende Generationen wachsen nämlich zunehmend mit einem Bild gleicher Berechtigung und Befähigung auf. Das schlägt sich auch in der Arbeitswelt nieder.


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