Vorwürfe gegen Deutschland US-Demokraten: Verhalten von Trump bei Nato-Gipfel ist "peinlich"

Von dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump im Gespräch am Rande des Nato-Gipfels. Foto: dpa/Pablo Martinez MonsivaisBundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump im Gespräch am Rande des Nato-Gipfels. Foto: dpa/Pablo Martinez Monsivais

Washington. Die US-Demokraten kritisieren das Verhalten von Donald Trump, der Deutschland vorwirft "Gefangener Russlands" zu sein.

Die oppositionellen US-Demokraten haben das Verhalten von Präsident Donald Trump auf dem Nato-Gipfel gegenüber Deutschland als "peinlich" bezeichnet. "Sein Verhalten heute Morgen ist ein weiteres sehr verstörendes Signal, dass der Präsident loyaler zu Präsident (Wladimir) Putin ist, als zu unseren Nato-Verbündeten", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Oppositionsführer in Repräsentantenhaus und US-Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, vom Mittwoch. 

Trump hatte Deutschland vorgeworfen, sich durch Energielieferungen abhängig von Russland gemacht zu haben. "Deutschland ist ein Gefangener Russlands", hatte der US-Präsident zum Auftakt seiner Gespräche beim Nato-Gipfel erklärt. Die Demokraten bezeichneten Deutschland dagegen als einen der stabilsten Verbündeten der USA.

Demokraten fordern von Trump: keine weiteren Attacken auf die US-Demokratie

Pelosi und Schumer forderten Trump auf, bei seinem Treffen mit Putin am 16. Juli in Helsinki Russland klare Versicherungen abzuverlangen, keine weiteren Attacken auf die US-Demokratie zu unternehmen. Die US-Geheimdienste gehen davon aus, dass sich Russland in die Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt hat. "Ein erfolgreiches Treffen würde echtes Handeln bedeuten, und zwar sofort", heißt es in der Stellungnahme.

"Der Präsident muss sich daran erinnern, dass seine Pflicht als Oberster Befehlshaber der Armee ist, das amerikanische Volk vor ausländischen Bedrohungen zu schützen, und nicht unsere Demokratie an Putin zu verkaufen", schrieben die beiden führenden Demokraten weiter.