Gelbe Farbe an der Siegessäule Greenpeace-Aktion bringt Verkehrsteilnehmer in Gefahr

Von dpa und Jakob Koch

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Mit dem Farbprotest unter dem Motto "Sonne statt Kohle" protestieren die Greenpeace-Aktivisten gegen die Sitzung der Kohlekommission. Foto: Greenpeace Germany/dpaMit dem Farbprotest unter dem Motto "Sonne statt Kohle" protestieren die Greenpeace-Aktivisten gegen die Sitzung der Kohlekommission. Foto: Greenpeace Germany/dpa

Berlin. In Berlin haben Aktivisten gelbe Farbe auf den Straßen rund um die Siegessäule verteilt - nun ermittelt die Polizei.

Vor dem Auftakt der neuen Kommission der Bundesregierung zum Kohleausstieg haben Greenpeace-Aktivisten am Dienstag die Straßen rund um die Berliner Siegessäule mit tausenden Litern gelber Farbe gefärbt. Unter dem Motto "Sonne statt Kohle" forderte Greenpeace einen konsequenten Klimaschutz. Nach eigenen Angaben verwendeten die Aktivisten 3500 Liter ökologisch abwaschbarer und umweltfreundlicher Farbe. Aus der Luft sieht die Farb-Aktion aus, wie eine Sonne.

Die Polizei hat jedoch Ermittlungen zu der Aktion aufgenommen. Es gehe um den Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher. Wegen der Farbe seien die Fahrbahnmarkierungen nicht mehr sichtbar gewesen. Außerdem sei die Aktion nicht angemeldet gewesen.

Auf Twitter sind bereits Unfallbilder aufgetaucht:


Die neue Kommission ist am Dienstag in Berlin zum ersten Mal zusammengekommen. Das Gremium soll bis Ende des Jahres unter anderem ein Datum für den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle, einen Ausstiegspfad sowie Perspektiven für neue Jobs in den Kohleregionen vorschlagen. Außerdem geht es um Maßnahmen, wie die Lücke zu Klimaschutzzielen 2020 geringer gehalten werden kann. 

Am frühen Nachmittag wollen sich die vier Vorsitzenden der Kommission zur ersten Sitzung äußern. In der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" sitzen Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaft, Politik und betroffenen Regionen.


An den Fahrzeugen geht die Aktion nicht spurlos vorbei. Foto: Paul Zinken/dpa



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