Entscheidung in Bremen Reformationstag ist jetzt in ganz Norddeutschland Feiertag

Von dpa

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Ein neuer Feiertag für den Norden. Foto: dpa/Holger HollemannEin neuer Feiertag für den Norden. Foto: dpa/Holger Hollemann

Bremen. Einen Tag nach Niedersachsen hat auch Bremen den 31. Oktober als neuen gesetzlichen Feiertag beschlossen.

Der Reformationstag ist jetzt in ganz Norddeutschland ein gesetzlicher Feiertag. Einen Tag nach Niedersachsen hat am Mittwoch die Bremische Bürgerschaft ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. "In freier Abstimmung gab es 54 Ja-Stimmen und 16 Nein-Stimmen", sagte Bürgerschaftssprecher Ingo Charton. 13 Mitglieder seien nicht anwesend gewesen. Die Regelung soll am 31. Oktober dieses Jahres, der auf einen Mittwoch fällt, das erste Mal greifen. Damit erhöht sich die Zahl der Feiertage im kleinsten deutschen Bundesland im Jahr von neun auf zehn. Der Reformationstag ist nach dem Bremer Beschluss in ganz Norddeutschland Feiertag. Hamburg und Schleswig-Holstein hatten sich im Februar darauf festgelegt, der niedersächsische Landtag folgte am Dienstag.

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Bremer sind nicht fauler als Bayern

Vorangegangen war in der Bürgerschaft nach Angaben der SPD-Fraktion eine ausführliche Diskussion, ob tatsächlich ein weiterer christlicher oder besser ein weltlicher Feiertag eingeführt werden sollte. "Man kann über beide Positionen diskutieren – letztlich aber ist völlig klar: Ein "Inselfeiertag", der ausschließlich in Bremen begangen wird, wäre nicht sinnvoll", sagte SPD-Fraktionschef Björn Tschöpe. Die Bremerinnen und Bremer hätten diesen weiteren Feiertag verdient. Bayern habe schließlich 13 Feiertage.

Der CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp sagte: "Bremen war bisher in Sachen Feiertagen mit neun Tagen Schlusslicht im Bundesländervergleich." Die Menschen in Bremen seien aber nicht weniger fleißig als in Bayern oder Baden-Württemberg. "Im Gegenteil: Sie erarbeiten das zweitgrößte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland", meinte Röwekamp.


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